Das Institut

  • Am 10. September 2019 erscheint mit "Das Institut" der neue Roman von Stephen King:


    Zitat

    In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.

  • Sar-Sargoth

    Hat den Titel des Themas von „Das Institur“ zu „Das Institut“ geändert.
  • Ich habe das Buch im Schnelldurchgang verschlungen. Endlich durfte ich wieder einmal paranormale Kräfte in literarischer Aktion erleben ... das erinnerte mich natürlich stark an 'Dead Zone' und 'Feuerkind', aber auch an "Es stirbt in mir" von Robert Silverberg (für mich sein bester Roman) sowie die TV-Serie 'Stranger Things'. Die Geschichte um von einem mysteriösen Institut entführte Kinder, denen seltsame Untersuche und Misshandlungen zugefügt werden (zur Handlung will ich nicht mehr sagen, jedes Wort wäre ein Spoiler zu viel) erstaunte mich im Verlauf der Lektüre immer wieder. King schafft es, dass ich nie sicher war, wohin die Handlung geht. Viele Türen und Möglichkeiten tun sich in der Geschichte auf, jede hat ihren eigenen Reiz und lädt zum Gedankenspiel mit der Thematik ein, und so führt King zu einem heftigen Finale, das meiner Meinung nach ruhig noch heftiger hätte sein können. Trotzdem ... für mich einer der besten King-Romane der letzten Jahre.

  • Ja, teilweise wirklich ärgerlich, die Rezension (die eh erst nach einer Dreiviertelstunde beginnt). Ist aber schon lustig, wie sich da die "Fachleute" unterhalten, die vorher noch nie ein King-Buch in der Hand gehalten haben ...

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    Meine aktuellen Roman-Veröffentlichungen:
    Düsterer Horror-Thriller: "Die Verschwörung der Schatten"

    Chaotische Ermittler-Krimis: „Mord mit Seeblick“ + „Mord mit Massage“
    Franken-Krimis: „Auf den Hund gekommen“ + „Auf kurze Distanz“

    Packender Thriller: „Raststopp“

    Weitere Infos unterwww.soeren-prescher.de

  • "Es ist halt Genre", fand ich die aussagekräftigste und demaskierenste Kritik der LiteraturkritikerInnen in der dennis Scheck-Runde. Hätten sie nicht diese dauernd herablassende Attitüde an den Tag gelegt, hätte man die Kritik auch noch ernst nehmen können ... aber so kann man sagen: Es sind halt Literaturkritiker.


    Ich habe das Institut beendet und finde, es ist ein gutes Buch. Aber kein Meisterwerk. Interessant fand ich - und Harald hat es schon treffend gesagt - dass er hier eines seiner Themen aus Carrie, Feuerkind, The Shining etc. wieder aufnimmt, nämlich paranormale Kräfte bei Kindern und Jugendlichen. Allerdings öffnet er dieses Thema nun, die Geschichte, die er erzählt findet nicht mehr in einem kleinen, überschaubaren Rahmen statt (Ausnahme Feuerkind, aber da nur das Ende), sondern das letzte Drittel entwickelt sich zu einem oppulenten Thriller mit Western,-bzw. Südstaatenflair. King schafft es, wie eigentlich immer, sofort zu unterhalten und auch die Story, die Grundidee gefällt mir sehr gut. Als Shadowrunner hatte ich natürlich die Otakus (das sind Kinder als Hacker) vor Augen, die eben auch von einem Konzern quasi kaserniert worden waren. Auch, dass es alles durch Luke und seine sonstigen Befähigungen dazu kommt, dass es eben im Sinne des Instituts schief läuft, ist alles plausibel. Das Ende ... ja, da kracht es mal gewaltig.


    Kritik: Ich fand mit Avery gab es einen zu großen Bruch in der Figurenentwicklung, der auch nicht weiter erklärt worden war. Und zweitens blieb mir King eine Antwort schuldig auf seine Metapher des seit Jahrzehnten im Weltall treibenden Raumschiffs. Ich glaube, ich weiß, was er damit meinte, aber es klang zu gewichtig und hätte gerne einer weiteren Aufklärung bedurft. Auf mich wirkte es so, wie die Anlage eines möglichen Handlungsstrangs, der dann doch nicht gezogen wurde.


    Insgesamt lande ich bei 8,75 Blitzen und Spritzen, denn King kann es einfach.