Stephen King - Der dunkle Turm/Schwarz

  • Vorsicht: In dieser Zusammenfassung können Spoiler stecken, aber ohne geht eine komplette Vorstellung der reihe nicht.



    Ich erinnere mich noch, wie ich damals Schwarz gelesen habe, kurz nachdem es rausgekommen war und ich konnte echt wenig damit anfangen. In der Heyne-Neuauflage sagt King, er hätte alle neu überarbeitet, etwas mehr Struktur gegeben und ich finde, es hat dem Ganzen gut getan. Vielleicht konnte ich nach den Jahren aber auch mit dem ungewohnten Setting Western/Fantasy mehr anfangen.


    Was man auf jeden Fall merkt, ist, dass King keinen Plot im Kopf hatte, sondern eben jenes Setting und Roland, den Revolvermann, den letzten Revolvermann aus der Linie der Eld. Und um diesen und seine Reise geht es im ersten Band. Roland verfolgt den Mann in Schwarz durch eine Wüste. Es gibt Anzeichen, dass es hier einst eine andere, technisch höher entwickeltere Welt gab. Wir erfahren, dass Roland der letzte Revolvermann ist, dass er gnadenlos (Tull) und im höchsten Maße ausgebildet ist. Er will den Dunklen Turm erreichen, das ist sein Ziel und das setzt sich beim Leser schon im ersten Band wie ein Mantra fest. Roland trifft auf den Jungen Jake, den er später für seine Reise, seine Aufgabe, opfern muss. Wir stoßen auf einen Dämon, den Roland bezwingen muss, sprich in der Welt gibt es Magie und die langsamen Mutanten, die in einem Berg in Bahnschächten leben. Am Ende trifft Roland am westlichen Meer auf den Mann in Schwarz und Roland erfährt durch ein Tarotspiel etwas über seine Zukunft.


    Wie man sieht, ist es sehr viel Setting, das den ersten Band einnimmt und die Länge braucht es auch, um wirken zu können. Aber … alle die sich nicht auf das Setting einlassen können, hier wäre ein Punkt um besser auszusteigen, denn viele Geschichten spielen in Mittwelt. Ich möchte jetzt schon sagen: Es lohnt sich. Nicht aufgeben.

  • Ich fand die Turm-Saga alles in allem ebenfalls großartig. Mit "Susannah" gab es zwar einen etwas schwächeren Band, aber im selbst das relativiert sich im großen Ganzen. Tolle Geschichte und ja, auch mit einem tollen Ende.

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    Meine aktuellen Roman-Veröffentlichungen:
    Düsterer Horror-Thriller: "Die Verschwörung der Schatten"

    Chaotische Ermittler-Krimis: „Mord mit Seeblick“ + „Mord mit Massage“
    Franken-Krimis: „Auf den Hund gekommen“ + „Auf kurze Distanz“

    Packender Thriller: „Raststopp“

    Weitere Infos unterwww.soeren-prescher.de

  • Hat es euch nicht gestört, dass King selbst als Protagonist mitmischte?

    Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach! (ML)

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    Meinungsverschiedenheiten über ein Kunstwerk beweisen, dass das Werk neu, komplex und lebenswichtig ist. (Oscar Wilde)

    Wenn Kritiker uneins sind, befindet sich der Künstler im Einklang mit sich selbst. (Oscar Wilde)

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  • Puh. Dann bin ich mal die Gegenstimme. Hab Schwarz erst vor ein paar Jahren gelesen und mich regelrecht durchgequält. Mich hat der Roman definitiv nicht zum lesen der weiteren Teile animiert. Mir war das alles zu unstrukturiert und ohne jeglichen Spannungsbogen.

  • Hat es euch nicht gestört, dass King selbst als Protagonist mitmischte?

    Nein, kein bisschen. Fand das sogar recht interessant.

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    Chaotische Ermittler-Krimis: „Mord mit Seeblick“ + „Mord mit Massage“
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  • Puh. Dann bin ich mal die Gegenstimme. Hab Schwarz erst vor ein paar Jahren gelesen und mich regelrecht durchgequält. Mich hat der Roman definitiv nicht zum lesen der weiteren Teile animiert. Mir war das alles zu unstrukturiert und ohne jeglichen Spannungsbogen.

    Das kann ich voll nachvollziehen. Ich habe die ersten Passagen aus "Schwarz" noch als Kurzgeschichten im Magazine of SF & Fantasy gelesen und mich über ihren recht bizrarren Charakter gewundert. Hier spürt man, dass King noch keinen Schimmer davon hatte, wohin die Reise einmal hingehen sollte. Spätestens mit Band 2 jedoch, gab es all das, was du und nahezu alle übrigen Leser vermisst haben. Für mich zählt "Drei" als Einzelband betrachtet noch immer zu den vielleicht 10 besten Romanen, die der Meister bislang verfasst hat.

  • Zitat

    Puh. Dann bin ich mal die Gegenstimme. Hab Schwarz erst vor ein paar Jahren gelesen und mich regelrecht durchgequält. Mich hat der Roman definitiv nicht zum lesen der weiteren Teile animiert. Mir war das alles zu unstrukturiert und ohne jeglichen Spannungsbogen.

    Für mich der Grund meines ersten Abbruchs. Aber ich habe auf keinen Fall bereut, der Saga noch einmal eine Chance zu geben. Und im Gegensatz zu HdR habe ich die jetzt auch durchgezogen.

  • Für mich war "Schwarz" als Einstieg grandios, hab das Buch doppelt. Das Heyne Jumbo PB und die

    Neuausgabe. Diese abgedrehte Western Endzeit Fantasy mit Bezug zu unserer Zeit gefiel mir sehr

    gut, da ich ansonsten mit Fantasy gar Nichts anfangen kann. Fand die Verfilmung leider nicht so tolle.

    Ich hab "Schwarz" auch sicher schon 3 mal gelesen, "Drei" auch schon mehrmals, auch "Tot" und "Glas", und dann kam King endlich zum Ende, und alle mal durch. Mir gefiel das Ende.

  • Ich muss als SK Hardcore Fan gestehen das es bei mir laaaaaange

    her ist das ich den Turm gelesen/gehört habe....

    "Ich schreibe so lange, bis der Leser davon überzeugt ist, in der Hand eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein". ... `Stephen King´