Tony Monchinski - Eden

  • 2010 erschien bei Heyne Tony Monchinskis Zombie-Roman Eden. Wurde der Markt damals schon mit diesem Thema zugeschwemmt, ergaben sich mit diesem Buch durch seine innovativen Ideen auf dem schon recht ausgelutschten Sektor durch seine Vermischung mit Krimi und Rache-Thriller komplett neue Perspektiven und Machbarkeiten.

    Lange ist es her, dass ich diesen Roman gelesen habe, aber er hatte mich damals sehr gefesselt und auch beeindruckt. Mein Bewertungstext ist leider mit dem HF untergegangen, es gab auf jeden Fall die volle Punktzahl.

    Anscheinend ist auch später eine Hörbuch-Version erschienen, gelesen von der deutschen Stimme von Vin Diesel und Nicolas Cage.




    Zurück ins Grab, Vampire – die Zombies kommen!


    Als Harris aus dem Schlaf aufschreckt, befindet er sich mitten in einem Alptraum – überall Zombies! Bisher war Eden, eine Festung in den Überresten von New York, der letzte Rückzugsort der Menschen. Doch jetzt muss irgendjemand die Untoten hereingelassen haben, und für Harris beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit: Die Zombies sind los, und es gibt kein Entrinnen!


    Quelle: https://www.randomhouse.de/ebo…chinski/Heyne/e365367.rhd

  • Nachtrag:


    Vorweg: Das Buch hat mich begeistert. Es ist gut bis sehr gut geschrieben, es hält die nötige Balance zwischen Innenansichten, um mit den Personen warm zu werden und Handlung, um mitgerissen zu werden. Das Setting ist für das Genre Z nix neues, aber es gefällt. Neu in der Kombination vielleicht, dass es drei Arten Zombies gibt, die Schleicher, die Sprinter und die Gehirne gibt. Ebenfalls positiv: Die Zombies sind auch wirklich gefährlich. Sie dienen nicht nur als Füllmaterial, sondern es gibt einen Haufen tragischer Verlust, im Grunde beginnt das Buch schon mal pessimistisch.

    Um was geht es: Um Harris. Harris lebt mit seiner Freundin Julie in Eden, einer Zombieenklave in/um(?) New York. Die Siedlung wird gleich auf den ersten Seiten überfallen und Harris gebissen, deshalb setze ich das ganze mal nicht als Spoiler, da es ja auch in der Buchbeschreibung so zu lesen steht und so als Opener funktionieren soll, denn Harris findet einen Hinweis darauf, dass das Tor zur Enklave von jemanden aus der Enklave geöffnet wurde und bewusst in der Nähe seiner Unterkunft stand. Jemand hat es auf ihn abgesehen. Im Folgenden sind unzählige Rückblenden zu lesen, Rückblenden zu Harris Vergangenheit und die einiger anderer Bewohner, die den Leser auch über das Ausmaß und das "Wie" der Z-Katastrophe aufklären. Es führt alles zum Finale, denn Harris verwandelt sich schleichend und will den Täter ans Messer liefern. Die Rückblenden, das Setting, die Figuren, die Handlung, alles ist sehr temporeich, ohne an einer einzigen Stelle überhastet zu wirken. Die Aufklärung und der in meinen Augen Epilog sind ebenfalls perfekt. Ein rundum gelungenes Buch, für das ich gerne 9,5 von 10 Punkten vergebe.