Internationales Literaturwerk 2019

  • Die Kategorie ging ursprünglich auf eine Anregung von Torsten Scheib zurück und wird seit 2010 vergeben.

    Die bisherigen Preisträger:
    2018 Algernon Blackwood - Aileen (Zwielicht)
    Tim Curran - Die Wiedererweckten des Herbert West (Luzifer Verlag)
    2017 H. P. Lovecraft - Diegeliebten Toten (Festa Verlag)
    2016 Tim Curran - Skull Moon (Luzifer Verlag)
    2015 Clive Barker - Das scharlachrote Evangelium (Festa Verlag)
    2014 Clive Barker - Fahr zur Hölle, Mister B. (Festa Verlag)
    2013 Stephen King - Dr. Sleep (Heyne)
    2012 Edward Lee - Innswich Horror (Voodoo Press)
    2011 H. P. Lovecraft - Chronikdes Cthulhu-Mythos 1 (Festa Verlag)
    2010 Jack Ketchum - Die Schwestern (Atlantis)


    Auf dem letzten Marburg Con habe ich überlegt, die Kategorie abzuschaffen, mich aber entschieden, sie dieses Jahr nochmal durchzuführen.

    Die Kategorie erhielt letztes Jahr die wenigsten Stimmen. Wie seht ihr das? Beibehalten oder auf Dauer abschaffen?


    Aktuell haben wir 2019 aktuell 26 Werke aufgenommen:

    https://vincent-preis.blogspot…s-literaturwerk-2019.html


    Habt ihr schon was davon gelesen und habt Favoriten?

  • Ich persönlich glaube, dass diese Kategorie obsolet ist. Erstens kann man gar nicht alle relevanten internationalen Werke berücksichtigen, was zu großen Verzerrungen führt. Zweitens bekommen gerade englischsprachige Werke genug Auszeichnungen, während wir selbst fast nichts vorzuweisen haben. Ich glaube diesbezüglich auch kaum, dass sich (ein Stephen King zum Beispiel) so über einen Gewinn freut wie ein deutscher Teilnehmer. In manchen Fällen könnte das sogar peinlich ausgehen. Selbst denke ich, dass der Vincent Preis ausschließlich deutsche Produktionen berücksichtigen sollte, es sei denn es handelt sich um einen Übersetzerpreis, der dann eben wieder in den eigenen Reihen zu finden ist, UND den/die Übersetzer/in ehrt (was ohnehin zu wenig vorkommt).


    Lange rede: Ich würde diese Kategorie (wenn sie überhaupt beibehalten werden soll) zu einem Übersetzerpreis machen. Das wäre würdig und gut.

  • Lange rede: Ich würde diese Kategorie (wenn sie überhaupt beibehalten werden soll) zu einem Übersetzerpreis machen. Das wäre würdig und gut.

    Könnte man ja für den Vincent Preis 2020 drüber nachdenken. Woran würdest du dann den jeweils besten Übersetzer festmachen und wer sollte/könnte das beurteilen?

    Beim KLP gibt es diese Kategorie, allerdings auch eine Übersetzerjury, die dieses bewertet:

    http://www.kurd-lasswitz-preis…tegorien_Uebersetzung.htm

  • Das ist natürlich das Kardinalproblem: Das "gewöhnliche" Lesepublikum hat da wahrscheinlich eher keinen Vergleich oder befasst sich kaum mit dem Originaltext. Und nur, weil einem ein übersetztes Buch gefällt, sagt das noch nichts über die Übersetzung aus. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie man das bewerkstelligen sollte.


    Für mich selbst ist eine Übersetzung immer dann gut, wenn sie einerseits nah am Text bleibt, aber "Unüberstzbarkeiten" sinngemäß und durchdacht zu übertragen weiß. Das Problem kenne ich ja selbst zur Genüge. Manchmal möchte man als Übersetzer den Ursprungstext "verbessern". Das kann gut gehen oder auch nicht. Es ist wirklich schwer zu beurteilen,