In San Fransisco wächst der jungen Karen (Susan Strasberg) mit rasanter Geschwindigkeit eine seltsame, tumorartige Beule im Genick. Die Ärzte sind schockiert von solch unbekannter Wucherung, und als Untersuchungen ergeben, dass sich die Geschwulst eher wie ein Fötus denn ein Tumor strukturiert, ist man allgemein der Meinung, dass es so etwas nicht geben kann. Karen ist verzweifelt und bittet ihren alten Freund Harry Erskine (Tony Curtis) um Hilfe. Erskine macht in Okkultismus und orakelt alten Damen die Dollars aus der Tasche - bald erkennt er, dass er es diesmal mit echten übernatürlichen Kräften zu tun hat.
Basierend auf Graham Mastertons gleichnamigem Roman, ist The Manitou - von der Kritik allgemein eher verschmäht - im Laufe der Zeit zu einem Kult-Klassiker des Genres geworden. Interessant ist, dass es sich zwar vom Budget her um einen B-Film handelt und auch Regisseur William Girdler (der kurz nach dem Dreh bei einem Unfall verstarb) nicht eben für hohe Qualität bekannt war, die Besetzung dabei aber ziemlich hochwertig ist. Mit Tony Curtis und Burgess Meredith sind immerhin zwei große Hollywood-Stars mit dabei und auch die Hauptdarstellerin Susan Strasberg sowie die Nebendarstellerin Stella Stevens waren zu ihrer Zeit sehr erfolgreich. Mit Michael Ansara und Jon Cedar sind zudem zwei TV-Darsteller aus der ersten Riege zu sehen. Zu allem Überfluss komponierte der große Lalo Schrifrin den Soundtrack.
Ich kenne zwar die Vorlage nicht, mag den Film aber sehr gerne. Ein charmanter Okkult-Schocker mit guten Effekten, dem die Qualität seines Casts sehr zugute kommt und der ästhetisch angenehm in seiner Zeit verhaftet ist. Die deutsche Version ist gerade in guter Auflösung auf youtube frei anschaubar: