Leseliste der Werke des Genres Horror und unheimliche Phantastik nach 1945 im deutschsprachigen Raum

  • Ich nenne:


    Anne Day: Fünf gläserne Särge (1974)


    Das Buch dieser österreichischen Autorin (Anne Day-Helveg, geb. Anna Lydia Popper) ist bei Zondergeld/Wiedenstried zu finden, Robert Bloch hat es im Arcana besprochen. In einer Rezension des Lexikons d. Phantastischen Literatur (Neuauflage) aber schreibt Arthur-Machen-Übersetzer Joachim Kalka (FAZ, 27.01.1999):


    „Die Artikel der ersten Auflage sind weitgehend unverändert, und nicht nachvollziehbare Lobpreisungen wie die der Kolportage „Die gläsernen Särge“ von Anne Day sind ebenso stehengeblieben wie […]“


    Mit dem Begriff Kolportage ist hier gemeint, dass das Buch nicht besonders anspruchsvoll ist. Es handelt sich um eine Vampirgeschichte in einem Gebirgsdorf (aber kein Folk Horror), recht kunstlos dargeboten, einigermaßen unterhaltsam, ganz pfiffiges Figurenarsenal. Würde ich, falls es in Frage kommt, in die 2. Liste (Horror u. Unheimliches) mit aufnehmen, da die Story auf ihrem Höhepunkt blutig und „warhafftig erschröcklich“ ist.

  • Dass unsere Phantastik SF und Fantasy ausschließt, ist ohnehin etwas merkwürdig. Einerseits praktisch, das steht außer Frage, andrerseits aber Meilenweit vom internationalen Diskurs entfernt. Dass die Phantastik, wie wir sie nennen, eine Unterkategorie der Fantasy ist, steht für mich jedoch fest. Das Problem haben wir ja auch mit der Weird Fiction.

    Wir dürften nämlich viele Themen der Grusel-Heftromane gar nicht unter "Phantastik" werten, denn sie sind eindeutig der Fantasy, Bzw. Urban Fantasy zuzuordnen. Wenn wir bei unserer hausbackenen Begrifflichkeit bleiben. Zumindest ist John Sinclair nur schwerlich dem Horror zuzuordnen. Zumindest ich erkenne ihn dort nirgends. Und "unheimlich" stimmt wohl eher auch nicht. Stattdessen kommt erneut ein originär deutscher Begriff ins Spiel: Grusel.


    Eine Leseliste halte ich für schwierig. Einerseits wohl besser als ein künstlich erstellter Kanon, andererseits aber wieder zu willkürlich. Auf einer Leseliste kann schließlich jeder persönliche Wunsch erscheinen.

  • Dass die Phantastik, wie wir sie nennen, eine Unterkategorie der Fantasy ist, steht für mich jedoch fest.

    Ist es nicht eher andersherum? Uwe Durst hat eine, wie ich finde, sehr kluge Unterteilung gefunden, die unseren leider nicht sehr intuitivealltägliche Doppelnutzung von Phantastik auf den Punkt bringt. Der maximale Ansatz von Phantastik umfasst alle phantastischen Genres, darunter auch Fantasy, SF, Wired Fiction, große Teile der Horror-Literatur etc. Der minimale Ansatz entspricht eher einem kleinen Teil der Gesamtheit der phantastischen Literatur, ist theoretisch etwa von Todorov gefasst und umfasst insbesodnere die Schauerliteratur des 19. Jhr bzw. Werke, die in dieser Tradition stehen. Mit Fantasy hat das meines Erachtens wenig zu tun.


    Interessanter als eine Leseliste fände ich tatsächlich, wenn wir wieder von einflussreichen Werken her denken, und nicht Einzelwerke sammeln, sondern eben Texte, die wiederum andere Texte inspirieren. Dann gehört auf alle Fälle und nach wie vor Kafka in die Liste. Als Titel, der eindeutig durch Kafkas Werk inspiriert ist und noch auf der Liste fehlt, würde ich "Bei den Bieresch" von Klaus Hoffer nennen wollen. Anstrengend, aber sehr lesenswert!

  • Ach, über den "Phantastik-Begriff" will ich gar nicht streiten. Ich kenne Dursts Herangehensweise, und daran ist an sich nichts auszusetzen. Das ist wie in der Philosophie: Solange das System in sich schlüssig ist, ist es richtig. Meine Sicht ist eher keine deutsche, sondern eine internationale. Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.


    Natürlich hast du Recht Felix , Fantasy ist ebenfalls nur eine Unterkategorie. Allerdings nicht der Phantastik (die es, wie gesagt, für mich nur als deutsches Hilfskonstrukt gibt), sondern der spekulativen Literatur.

  • Interessanter als eine Leseliste fände ich tatsächlich, wenn wir wieder von einflussreichen Werken her denken, und nicht Einzelwerke sammeln, sondern eben Texte, die wiederum andere Texte inspirieren. Dann gehört auf alle Fälle und nach wie vor Kafka in die Liste. Als Titel, der eindeutig durch Kafkas Werk inspiriert ist und noch auf der Liste fehlt, würde ich "Bei den Bieresch" von Klaus Hoffer nennen wollen. Anstrengend, aber sehr lesenswert!

    Der Grundgedanke des Threads war es ja, zu untersuchen, ob es entsprechende Werke nach 1945 gab. Da sich ja alle einig waren, das es außer Heftromanen keine einflussreiche Werke gab, hatte ich den Titel geändert, in der Hoffnung, ein mehr an Vorschlägen zu bekommen.

    Habt ihr denn einen besseren Vorschlag für den Titel dieses Thread?


    Der Begriff Phantastik wird im Deutschen in verschiedenen Interpretationen verwandt, z.B. als Übersetzung des englischen Fantasy (als Oberbegriff, nicht als das was wir als Fantasy verwenden), als Phantastik für Literatur eher aus dem Unheimlichen und aus der Science Fiction, der DSFP verwendet als Genrevoraussetzung Science Fiction und allgemeine Phantastik.


    Interessantes stehe auch hier:

    https://www.zauberspiegel-onli…tische-kurzserien-um-1900


    Zitat: Ähnliche Zustände hatten wir übrigens in Deutschland. Doch hier gab es einen Unterschied – einen fatalen. England unterschied U- und E-Literatur nicht nach Genres, sondern nach stilisistischer Brillanz. In Deutschland hatte sich Mitte des 19. Jahrhunderts ein starkes Schubladendenken herausgebildet, das Literatur vorrangig in Genres einteilte. Genrebetonte Vorurteile verhinderten eine blühende hochwertige Unterhaltungskultur, wie wir sie in England ab 1890 und Amerika ab ca. 1900 erleben. Um das an einen konkreten Beispiel klarzumachen: Ob ein Kriminal- oder Schauerroman zur „Schundliteratur“ gehörte, war in England lediglich vom Stil abhängig.


    Bei uns würde man, so habe ich zuletzt den Eindruck gewonnen, noch unterscheiden zwischen erfolgreicher und nichterfolgreicher Literatur.

  • Was du da ansprichst, ist mir tatsächlich schon seit Jahrzehnten ein Dorn im Auge. Ich für meinen Teil habe Spaß an Dorian Hunter, kenne aber auch meinen Borges, Cortázar und Pynchon. So what!?

    Tja, und ab und zu höre ich sogar Hui-Buh-Hörspiele.

  • Meine Sicht ist eher keine deutsche, sondern eine internationale. Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

    Aber auch mit internationaler Perspektive ist "Fantasy" kein geeigneter Überbegriff (Darauf wollte ich reagieren1). "Spekulativen Literatur" trifft es schon eher. Da bin ich ganz bei dir.


    Das Problem ist halt einfach, dass Genrebegriffe zum Teil aus dem Alltagssprachgebrauch kommen, zum Teil aus dem Marketing, zum Teil aus der Literaturwissenschaft etc. und jeder Versuch einer nachträglichen Systematisierung deshalb natürlich Probleme mit sich bringt. Deshalb wird jeder Genrebegriff immens Voraussetzungsreich und komplex, wenn man ihn genauer definieren will, obwohl wir doch inuitiv wunderbar damit zurecht kommen. Deshalb schlage ich vor, wir lassen diese Fragen, obwohl ich sie mit aufgeworfen habe, erstmal links liegen und sammeln zumindest in diesem Thread weiter lesenswerte Werke.


    Bei manchen Werken auf der aktuellen Liste frage ich mich aber weiterhin, inwiefern sie einen Einfluss gehabt haben und wenn es diesen Einfluss gibt, woran sich der zeigt. Bei dem von mir genannten Kafka ist das leicht zu benennen, bei Lovecraft schreiben es die meisten Verlage ja sogar auf den Buchdeckel. Dass die Sherlock Holmes Geschichten weit über das Detektiv-Genre hinaus einflussreich waren, liegt außerdem auf der Hand. Aber bei den genannten Werken ist das halt nicht in dieser Deutlichkeit der Fall. Und ich fände es tatsächlich spannend zu wissen, inwiefern die genanten Werke einne (gefühlten) Einfluss auf andere Werke der deutschsprachigen oder internationalen unheimlichen Phantastik/Horror hatten. Das wäre auch für mich mal ein guter Ausgangspunkt für einen Lesezirkel, in dem mal zwei Werke gelesen werden statt nur eines.

  • Bei manchen Werken auf der aktuellen Liste frage ich mich aber weiterhin, inwiefern sie einen Einfluss gehabt haben und wenn es diesen Einfluss gibt, woran sich der zeigt. Bei dem von mir genannten Kafka ist das leicht zu benennen, bei Lovecraft schreiben es die meisten Verlage ja sogar auf den Buchdeckel. Dass die Sherlock Holmes Geschichten weit über das Detektiv-Genre hinaus einflussreich waren, liegt außerdem auf der Hand. Aber bei den genannten Werken ist das halt nicht in dieser Deutlichkeit der Fall. Und ich fände es tatsächlich spannend zu wissen, inwiefern die genanten Werke einne (gefühlten) Einfluss auf andere Werke der deutschsprachigen oder internationalen unheimlichen Phantastik/Horror hatten. Das wäre auch für mich mal ein guter Ausgangspunkt für einen Lesezirkel, in dem mal zwei Werke gelesen werden statt nur eines.

    Bei der Betrachtung sollten wir unbedingt berücksichtigen, ob ein Einfluss inhaltlicher/stilistischer Art oder eher inspiriert durch vorhanden ist. Bei vielen Lovecraftgeschichten scheinen sich die Verfasser ja eher auf den Namen als auf den Verfasser selbst zu beziehen, die Stories sind ja austauschbar. Viele wurden bestimmt auch von Stephen King zum Schreiben animiert, aber deswegen heißt das noch lange nicht, das sie so schreiben wie er.

    Konkret, Jürgen Grassmück (Dan Schocker) und Helmut Rellergerd (Jason Dark) haben bestimmt einige dazu gebracht, sich dem Schreiben zu widmen, aber nur einen Teil davon beeinflusst, etwas wie sie zu schreiben.


    Rein vom Stil und Atmosphäre scheinen mir da eher die Herren Autoren aus vergangenen Zeiten einen Einfluss auf die deutschsprachige Horrorszene zu haben (wenn ich Horrorszene schreibe, ist damit genau der Teil der Phantastik gemeint, über den wir hier diskutieren).

  • Denn schließlich gehören AutorInnen wie besagter Kreuder, Perutz oder die Kaschnitz noch der Generation der um 1900 Geborenen an, mithin also einer ganz anderen Epoche. Für sie hat denn auch der Heftroman als spezielle Form der Publikation oder gar literarische Schulung gar keine Rolle gespielt – und sie selbst haben auf dieses Metier auch keinerlei Einfluss ausgeübt

    Das hatte ich in meinem Beitrag #27 geschrieben, allerdings regte sich etwas in einem entfernten Winkel meiner Erinnerung …


    Ich rudere also etwas zurück, weil ich, was Ernst Kreuder anbelangt, eine interessante Aussage von Klaus Schöffling gefunden habe (im Nachwort zur "Gesellschaft vom Dachboden", Suhrkamp-Ausgabe). Da heißt es im biografischen Abschnitt zu Kreuder:


    "Erste Leseerlebnisse: 'Großformatige Groschenhefte faszinieren ihn nach den Schulstunden: Aus den Geheimakten eines Weltdetektivs; zeitgenössische Schundhefte machen ihn mit Nat Pinkerton, Nick Carter, Percy Stuart vom Excentric-Club und mit Heinz Brand, dem Fremdenlegionär, bekannt. […] Aus der Offenbacher Stadtbücherei wurden 120 Bände Lutz' Kriminal- und Detektivroman-Serie entliehen und meist auf der Landstraße, dem einstündigen Schulweg, gelesen."


    Dass profilierte Autorinnen und Autoren, die der "Hochliteratur" zugerechnet werden, als Jugendliche "Trivialliteratur" verschlungen und ihre Fabulierlust daran gewetzt haben, wollte ich sowieso nicht geleugnet haben. Auch war mir natürlich klar, wie in Beitrag #28 bemerkt wurde, dass Heftromane bereits vor dem 2 WK beliebt waren. Dennoch wurde/wird gemeinhin irgendwann ein Schnitt gemacht und der am Fließband produzierte Krimi und die Abenteuergeschichte der seriellen Art bleiben ein temporäres Lektüreerlebnis, meist das der Jugendzeit. Oder auch nicht – einige AutorInnen haben sich ihr Leben lang auf das Schreiben von Heftromanen geworfen und da auch ihre Erfüllung gefunden (was ich in diesem Forum wohl kaum betonen muss).

  • Geschichten so zu schreiben wie Dan Shocker und Jason Dark, könnte ich mir vorstellen, war bei einigen Autoren nur am Anfang ihrer Schreiberei gewesen, vielleicht in ihrer Teenager-Zeit und eher als eine Art Übung, um das Schreiben erst einmal zu lernen und währenddessen den eigenen Stil zu finden.


    Diejenigen, die sehr brutale Horror-Geschichten mit detaillierten Gewalt-Beschreibungen verfassen, scheinen eher so zu schreiben, als wollten sie Horrorfilme imitieren und sogar übertrumpfen, zusätzlich inspiriert von den Foltermethoden des Mittelalters sowie kriminalistischen/ forensischen Kenntnissen über Verwesung, aber auch durch diverse Computer-Spiele. Horror-Romane sind dafür möglicherweise eher nicht das jeweilige Vorbild.


    Manche Horrorautoren scheinen auch psychiatrische Erkrankungen und Phänomene aus Psychologie und Soziologie nachzuahmen oder Alpträume niederzuschreiben. Horror-Romane sind dann auch eher nicht das Vorbild.


    Ein Bereich fällt mir jedoch ein, bei dem Phantastik-Romane mehr als nur Inspiration zu sein scheinen und wo Phantastik-Autoren den Stil anderer Phantastik-Autoren offenbar mit Absicht übernehmen, und zwar beim Steampunk.

  • Wenn man bedenkt, dass "trivial" etwas Ideenloses und Alltägliches bezeichnet, wird doch schnell klar, dass es sich dabei eigentlich nicht um das handeln kann, was wir uns alle angewöhnt haben "Trivialliteratur" zu nennen. Wir folgen da wie selbstverständlich einer Denkstruktur, die eigentlich fatal ist. Vor allem stand das sogenannte Triviale schon im 18. und 19. Jahrhundert gegen die Ergüsse Goethes und seines Hofstaates. Ludwig Tieck, dem wir die ersten ästhetischen Horrorerzählungen überhaupt zu verdanken haben, war sicher einer der größten Autoren seiner Zeit, hat aber quasi das mit erfunden, was wir heute als "Schreibfabrik" bezeichnen würden. Andere Beispiele gibt es in anderen Ländern: Alexander Dumas zum Beispiel galt damals als trivial. Man lege aber seinen Graf von Monte Christo mal spaßeshalber neben einen John Sinclair. Dagegen ist Dumas Hochliteratur (was er nie war und auch nach heutigen Maßstäben nicht ist). Was ich damit sagen will: Ein Text ist in erster Linie ein Text, darüber hinaus ist er erstmal nichts. Ich hatte in meiner Schulzeit einen Freund, der John Sinclair sammelte und durch ihn auf die Mystische Kabbala und die Hexenverfolgung im Mittelalter kam. Nun kann man also kaum davon reden, dass John Sinclair in diesem Fall ideenlos und alltäglich ist. Zumindest mir ist auf der Straße noch kein Scotland Yard-Beamter mit einem Kreuz um den Hals und einem Chinesen im Schlepptau begegnet. Genres allein sind schon eine Krux, aber tatsächlich las ich schon Heftromane, die wesentlich besser geschrieben waren als vieles, was heute irgendwelche Mainstream-Buchpreise abräumt. Der Sinn hinter all diesen künstlichen Hierarchien ist reine Politik und Kastendenken.


    Trotzdem darf man natürlich sagen, dass JS wohl aus literarischen und ästhetischen Gesichtspunkten nicht besonders interessant und auch limitiert ist. Das hat aber andere Gründe, die hier nicht zur Debatte stehen. Werfen wir einen Blick auf die Comics, die ja aus einer ähnlichen "Schmuddel"-Ecke kommen, dann werden wir Zeuge einer wesentlichen Emanzipation. Viele Werke der neunten Kunst gehören mittlerweile zur Weltliteratur, vor 50 Jahren waren sie hauptsächlich Dreck. (Das waren sie nie, aber sie wurden als solches bezeichnet).


    Was wirklich trivial ist, ist mein Einkaufszettel - wobei nicht mal das stimmt, weil ich dort oft Wortspiele betreibe und schon mal "Nutteln" oder "Nabanen" darauf stehen habe, also mich der Lyrik nähere :)

  • Perkampus

    Ein schöner Beitrag … fasst einiges zusammen, was mir auch durch den Kopf ging zuletzt.

    Genres allein sind schon eine Krux, aber tatsächlich las ich schon Heftromane, die wesentlich besser geschrieben waren als vieles, was heute irgendwelche Mainstream-Buchpreise abräumt.

    Das glaube ich sofort, allerdings gibt es dann doch wieder Heftromane ohne Ende, die "Instant-Klischees" verbraten, so dass man nicht weiß: Ist das ernst gemeint oder schon Satire? Was mich beispielsweise auf dem Grusel-Sektor anödet, ist der ewige Streit zwischen Gut und Böse, Dämonen aus der Hölle, Särge, Friedhöfe und der ganze Firlefanz. Was man manchmal an Dialogen lesen muss, ist auch schlimm … namentlich zwischen Männern und Frauen.


    Mir fiel letztens zufällig ein Western-Heftroman in die Hände: "Nordlichtgeister" (Dan Oakland-Story Nr. 64, Zauberkreis) von U. H. Wilken – sofort gelesen, den fand ich richtig klasse (wenn ich das in dieser Phantastik-Kneipe sagen darf): spannend erzählt, sehr knapper, fast schon reporterhafter Stil, durchaus hard-boiled, Sentiment auf ein Minimum beschränkt, in sich stimmig, auf den Punkt gebracht: das macht dann einfach Spaß!


    Aber Unterhaltung auf einem hohen Niveau zu bringen – das ist die Kunst, die wenige beherrschen.