Obsession - You Will Love Me
2025 (TIFF) / 2026 (regulärer Kinostart)
Drehbuch, Regie & Schnitt: Curry Barker
Kamera: Taylor Clemons
Mit: Michael Johnston, Inde Navarrette, Cooper Tomlinson, Megan Lawless, Andy Richter
Länge: 109'
Produziert von: Blumhouse Productions / Capstone Studios / Tea Shop Productions / Under the Shell
Vertrieb: Paramount
Trailer OV und Trailer Dt
Obsession wurde innerhalb eines Monats mit einem Budget von $750.000 in LA gedreht und spielte weltweit bislang $332 Millionen ein. Damit erreichte ein indie Horrorflick den höchsten Gewinn in der Filmgeschichte.
(That said: Es gibt wohl Zuschauer, die sagen, das Genre sei keinesfalls Horror, sondern eher Psycho-/Beziehungsdrama.)
Das alles begann wohl als YT-Video und Barker hatte sich zudem noch geweigert, für ein $2 Mill. Budget auf Happy End umzuschreiben. Wow. Das klingt nach einem Stück urbaner Legende, nach Tellerwäscher zum Millionär und etwas, das man in heutiger Zeit mit all den Marketingkalkulationen und Algorithmen-Hitlists schon gar nicht mehr erwartet.
Ich schaue schon länger nicht mehr nach amerikanischen Filmen, aber das flatterte grad durch meine litauische Phantastikgruppe, und deren Link bringt auch wirklich schöne Bilder. In der Gruppe finden sich Komplettverrisse wie auch starkes Lob für Schauspiel, Kamera und Story.
Zumindest im Kino angucken werd ich mir das nicht, zum einen bin ich völlig übersättigt von Filmen, worin (ohne guten Grund) die Szenen so dunkel sind, dass man kaum was erkennt. Auch wenn man hier dankenswerterweise auf das Nordic Noir colour-bleach verzichtet hat. Zum anderen sind mir die Protas zu oft genervt (das mag vom stand-up Hintergrund des Filmemachers kommen) und die ganze Szene da mit Diners und amerikanischen Twentysomethings ist eh nicht so meins. Dennoch: Der Film hat schöne Farben, die Kamera sieht wirklich gut aus und ganz allgemein gönne ich einem Underdog einen solchen Erfolg.