SWR
17.05.2026, 18:20 Uhr
Samjatins 1920 entstandener, dystopischer Roman »Wir« beschreibt die Gesellschaft des Einheitlichen Staates, der auf Mathematik aufgebaut ist und an dessen Spitze der »Wohltäter« steht.
Privatheit und Gefühle sind auf ein Minimum reduziert, allen Menschen werden Nummern anstelle von Namen zugeordnet; persönliche Freiheit, Liebe und Phantasie glaubt man überwunden zu haben. Die »Gesetzestafel« regelt jede Einzelheit des Kollektivdaseins bis auf die Sekunde genau. Die Menschen leben in gläsernen Behausungen; selbst auf Spaziergängen werden sie überwacht: Membranen zeichnen Gespräche auf. Sogenannte »rosa Billets« legen Häufigkeit und Partner der Sexualkontakte fest.
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