Richard Gavin - Stygische Hymnen


  • Richard Gavin - Stygische Hymnen

    Originalzusammenstellung zweier Kurzgeschichten und einer Novelle von Richard Gavin.
    Übersetzt von Michael Siefener.
    Klappenbroschur/ 130 Seiten.

    Inhalt
    Die Bocksbraut (Goatsbride)
    Was im Schatten blüht, welkt im Licht (What blooms in shadows, withers in Light)
    Der unheimliche Glaube (The Eldritch Faith)

    Hiermit präsentiert WANDLER eine weitere Kurzgeschichtensammlung dieses meisterhaften Erzählers des Mysteriösen, Okkulten und Visionären.
    Stygische Hymnen ist dekadent, geheimnisvoll, provokant und unheimlich spannend.

    Weird Fiction at it´s best!


    Quelle: https://www.wandler-verlag.com/product-page/s…1c-bf17ccf3d789

  • Ich habe „Stygische Hymnen“ bereits durchgelesen.

    Die ersten beiden Kurzgeschichten waren okay, mir persönlich war „Die Bocksbraut“ ZU kurz.

    Aber die Novelle „Der unheimliche Glaube“… Halleluja, was habe ich da gelesen? Ich bin begeistert und noch euphorisch. Das ist mit das Beste im Genre (Weird Fiction), was ich bisher gelesen habe…

    Gibt es eigentlich einen Grund, dass der Wandler Verlag nicht einfach die originalen Collections von Gavin veröffentlicht sondern selbst zusammenstellt?

  • Ich habe „Stygische Hymnen“ bereits durchgelesen.

    Die ersten beiden Kurzgeschichten waren okay, mir persönlich war „Die Bocksbraut“ ZU kurz.

    Aber die Novelle „Der unheimliche Glaube“… Halleluja, was habe ich da gelesen? Ich bin begeistert und noch euphorisch. Das ist mit das Beste im Genre (Weird Fiction), was ich bisher gelesen habe…

    Gibt es eigentlich einen Grund, dass der Wandler Verlag nicht einfach die originalen Collections von Gavin veröffentlicht sondern selbst zusammenstellt?

    Frage: Warum liest du nicht die originalen Collections?


    Und "Der unheimliche Glaube" ist so eine lahme Übersetzung von "eldritch faith"... Hab ich ne bessere Übersetzung? Nein, aber das ist genau mein Punkt - lies es im Original, 10x besser...

    Ich erinnere dabei immer an diese Passage von Ligotti :

    We leave this behind in your capable hands, for in the black-foaming gutters and back alleys of paradise, in the dank windowless gloom of some galactic cellar, in the hollow pearly whorls found in sewer-like seas, in starless cities of insanity, and in their slums… my awe-struck little deer and I have gone frolicking.

    Man kann das übersetzen, ist dann aber scheiße.


    Danke für die Aufmerksamkeit! Salut!

  • Hoden

    Das heißt, du hast das Original gelesen und dann, wider besserem Wissen, die unliebsame Übersetzung gekauft und nochmal gelesen? Weshalb?

    Ich kann nur spekulieren: Gavin (und im Übrigen auch Ligotti, Barron usw.) sind sehr anspruchsvoll geschrieben. Wenn man Englisch nicht perfekt beherrscht, wird das schnell ein frustrierendes Erlebnis.

    Zumal ich der Meinung bin, dass dezidiert diese Übersetzung von Siefener hervorragend ist.
    Oder welche Stellen findest du im Detail problematisch?

  • Mein Englisch ist auf normalen Niveau aber wie Blackstarsrising geschrieben, sind die Wörter, die Gavin nutzt mir nicht alle vertraut und mein Leseerlebnis durch das Nachschlagen der Wörter gestört…

    Zu dem bin ich ein grosser Freund der deutschen Sprache (meiner Muttersprache) und finde Siefeners Übersetzungen allgemein sehr poetisch und literarisch!

  • Hoden

    Das heißt, du hast das Original gelesen und dann, wider besserem Wissen, die unliebsame Übersetzung gekauft und nochmal gelesen? Weshalb?

    Ich kann nur spekulieren: Gavin (und im Übrigen auch Ligotti, Barron usw.) sind sehr anspruchsvoll geschrieben. Wenn man Englisch nicht perfekt beherrscht, wird das schnell ein frustrierendes Erlebnis.

    Zumal ich der Meinung bin, dass dezidiert diese Übersetzung von Siefener hervorragend ist.
    Oder welche Stellen findest du im Detail problematisch?

    Nein, ich hab die deutsche Version nicht gelesen, bäääh. Und ja, Ligotti z.B. nutzen einige außergewöhnliche Vokabeln, aber mit MoonReader o.ä. hat man das Wörterbuch direkt eingebaut. Nachschlagen dauert genau 2 Sekunden. Ich bin sogar froh darüber, dass ich meinen engl. Wortschatz ausbauen kann.

    Und ja, ich bin auch ein Freund der deutschen Sprache, würde Das Parfüm z.b. nie auf englisch lesen, aber Übersetzungen sind für mich ein minderwertiges Produkt, wie ein Buch mit rausgerissenen Seiten....

  • Hoden
    Faszinierend, Hoden. Wirklich faszinierend.

    Dass du dir in deiner unendlichen intellektuellen Bescheidenheit die Zeit nimmst, fremde Vokabeln nachzuschlagen – und das in nur zwei Sekunden – ist eine Leistung, die ich schlicht nicht hoch genug einschätzen kann. Andere Menschen lesen einfach weiter, lassen sich vom Kontext leiten oder – Gott bewahre – genießen eine sorgfältig angefertigte Übersetzung. Aber nein, du erweiterst deinen englischen Wortschatz nebenbei. Nebenbei! Während du Ligotti liest. Man könnte fast sagen: Du leidest produktiv.

    Und natürlich: MoonReader. Das Heilmittel gegen alle literarischen Gebrechen. Warum sollte man sich jemals fragen, ob Übersetzer wie Siefener, Angerhuber und Sembten vielleicht jahrelang daran gearbeitet haben, Ligottis Prosa ins Deutsche zu übertragen – und das mit einer Sorgfalt, die man durchaus als künstlerische Leistung bezeichnen könnte –, wenn man stattdessen einfach zwei Sekunden seines kostbaren Lebens in ein Wörterbuch investieren kann? Pff, Übersetzer. Was für ein überflüssiger Beruf. Jahrhunderte der Übersetzungskunst, von Homer bis Proust – alles nur Bücher mit herausgerissenen Seiten. So präzise hat das vor dir noch niemand auf den Punkt gebracht.

    Aber ich schweife ab. Danke für den Einblick – ich glaube, ich lese jetzt weiter.

  • @Horten

    Ach, wie amüsant, dass dieses kleine Thema eine so emotionale Welle schlägt. Es faszinierd mich ja imer wieder aufs Neue, wie leidenschaftlich über das absolute Minimum an intellektuellem Aufwand debattiert werden kann.

    Es ist doch ganz einfach: Wer im Glashaus sitzt, sollte eben nicht mit Speck nach Mäusen werfen! Man kann sich natürlich jahrelang im Schlamm der zweitklassigen Übersetzer-Kopien suhlen und die literarischen Krümel vom Boden aufleckt, während ich bereits auf dem stolzen Hengst der Originalfassung direkt in den Sonnenuntergang der Horizonterweiterung reite.

    Sorgfälltig angefertigte Übersetzungen? Dass ich nicht lache! Das ist doch, als ob man eine Mona Lisa mit Wachsmalstiften nachmalt und behauptet, das wäre Kunst. Da kann die Übersetzungskunst von Homer bis Proust noch so lange im Trüben fischen – am Ende bleibt es nur ein lauer Aufguss, ein stummes Echo im Wald der Belanglosigkeit. Übersetzungen sind für mich wie Scheibenwischer im Sommer: Völlig überbewärtet und sie verschmieren nur die Sicht auf das wesendliche. Warum sollte man sich mit einem stummen Abklatsch zufriedengeben, wenn das Original direkt vor einem liegt?

    Und ja, der MoonReader ist nunmal das flammende Schwert, mit dem der Gordische Knoten der Unwissenheit in exakt zwei Sekunden durchtrennt wird. Wenn das für manche wie „produktives Leiden“ wirkt – tja, Chapeau! Wer nicht mit der Zeit geht, muss eben den Kürzeren ziehen und im Regen der Unwissenheit stehen bleiben. Da schaltet das Gehirn eben wie eine Schnecke im Rückwärtsgang.

    Manche Menschen brauchen eben literarische Krücken, um überhaupt vorwärtszukommen. Ich fliege derweil lieber als einsamer Adler über den Wolken des englischen Vokabulars und geniesse die ungetrübte Aussicht.

    In diesem Sinne: Jedem das Seine. Man muss ja schlieslich wissen, wo man hingehört!

  • Du bist doch der Internet-Troll aus dem Festa-Forum, der die letzten Tage dort mit seiner geistigen Grütze für Ärger gesorgt hat. Dich verrät deine extrem schlechte Rechtschreibung.

  • Man muss ja schlieslich wissen, wo man hingehört!

    Nicht hierher, wenn du es nicht gebacken bekommst, anderen Mitgliedern gegenüber ein Mindestmaß an Basishöflichkeit an den Tag zu legen. Dies ist ein Forum privater Betreiber, daher gibt es kein Recht auf Mitgliedschaft, das nur mal so nebenbei.

    donjohn Dir ein herzliches Willkommen. [Cof] Danke, gut zu wissen. :*

    Bitte bleibt beim Faden-Thema, OTs werden ggfs. gelöscht.

    [Al4]

  • Nein, ich hab die deutsche Version nicht gelesen, bäääh. Und ja, Ligotti z.B. nutzen einige außergewöhnliche Vokabeln, aber mit MoonReader o.ä. hat man das Wörterbuch direkt eingebaut. Nachschlagen dauert genau 2 Sekunden. Ich bin sogar froh darüber, dass ich meinen engl. Wortschatz ausbauen kann.

    Und ja, ich bin auch ein Freund der deutschen Sprache, würde Das Parfüm z.b. nie auf englisch lesen, aber Übersetzungen sind für mich ein minderwertiges Produkt, wie ein Buch mit rausgerissenen Seiten....

    „Und "Der unheimliche Glaube" ist so eine lahme Übersetzung von "eldritch faith"...“

    Wie kommst du zu der Schlussfolgerung, ohne sie zu kennen?

    Der Treppenwitz ist aber: Du echauffierst dich über eine vermeintlich minderwertige Übersetzung, nutzt aber gleichzeitig moonreader, aus Ermangelung an Sprachkenntnissen, welchen einen potentiellen semantischen Kontext garnicht erfassen können.
    Peinliche Nummer.

  • Beitrag von Hoden (3. Juni 2026 um 17:08)

    Dieser Beitrag wurde von Katla aus folgendem Grund gelöscht: Trollverhalten (3. Juni 2026 um 17:13).
  • Du bist doch der Internet-Troll aus dem Festa-Forum, der die letzten Tage dort mit seiner geistigen Grütze für Ärger gesorgt hat. Dich verrät deine extrem schlechte Rechtschreibung.


    Aye, @Bookpirate segelt auch in den hiesigen Wassern unter falscher Flagge [skul]

    donjohn: Nicht nur die letzten Tage, schon früher hat @Bookpirate für Ärger gesorgt (nannte u.a die Moderation "Forumsgestapo")