Henry S. Whitehead

  • Ein "Klassiker aus der zweiten Reihe", der leider hierzulande nahezu unbekannt ist, obwohl es immerhin etwas mehr übersetztes Material als den obligatorischen Suhrkamp-Band gibt:


    "Der Zombie und andere westindische Geistergeschichten" (st 1255)

    "Der persische Ghoul" (Edition Metzengerstein)

    "Das Flüstern blutiger Lippen" (in "Lautlos schleicht das Grauen", Hrsg.: Michael Parry)

    "Hort des Bösen" (in "Der Lovecraft-Zirkel", Hrsg.: Frank Festa)

    "Der offene Kamin" (in "Gespenstergeschichten aus Nordamerika", Hrsg.: Franz Rottensteiner)


    Die beiden Sammelbände sind in der Tat sehr gelungen, während die drei Einzelerzählungen imho eher durchwachsen sind.


    "Das Flüstern blutiger Lippen" paßt noch gut zur Voodoo-/Karibik-Thematik, "Hort des Bösen" ist dagegen deutlich zu lang geraten und gibt auch inhaltlich wenig her. "Der offene Kamin" ist eine klassische Rachegeist-Story im Stil von M. R. James und weiß durchaus zu unterhalten, zumal sie auch schön schwarzhumorig geschrieben ist.


    3 Erzählungen wurden in Titanias "Gruselkabinett" verarbeitet (Folge 82 & 95), wobei "Der Zombie" auch noch die Erzählung "Cassius" enthält, während "Die Falle" für sich steht.

    Zudem wurde seitens des Festa-Verlages irgendwann mal weiteres Material angekündigt, jedoch nie konkretisiert. Schade, denn lesenswert sind die meisten Erzählungen durchaus, schon aufgrund des nicht alltäglichen Settings. Eine englischsprachige Gesamtausgabe gibt es in der günstigen Wordsworth-Edition für kleines Geld, aber mehr deutschsprachiges Material wäre durchaus wünschenswert.

  • Den Suhrkamp Band habe mal auf einem Flohmarkt vor 25 Jahren gekauft,

    zusammen mit noch gut 8 weiteren Bänden der PhB, aber den Whitehead

    sofort gelesen, fand ich genial! Den Metzengerstein Band wenig später gekauft,

    ich fand ihn ok! Die Geisterseher steht jetzt auf meiner Einkaufsliste!