Klappentext:
Die Bewohner der Stadt Sagunth haben allesamt den selben Traum: Sie schleppen schwere Steine und errichten gemeinschaftlich ein Bauwerk babylonischen Ausmaßes. Nach dem Erwachen fühlen sie sich körperlich erschöpft, als hätten sie hart gearbeitet. Doktor Felten, Leiter der Abteilung Traumforschung des medizinischen Schlaflabors kommt gemeinsam mit seiner jungen Assistentin Anna Siel hinter das Geheimnis des hypnotischen Gemeinschaftstraumes: Der Sandmann ist in der Stadt und braucht deren Bewohner zur Errichtung seines Turms. Doch auch Peter Krämer weiß um das Geheimnis des Sandmanns, denn er hatte schon einmal das unliebsame Vergnügen mit dem mythischen Wesen. Dieses Mal will er ihn aufhalten ...
Meine Meinung
Boah, wie viele Ideen und wie viel Arbeit hier wohl in der Recherche stecken? Und dazu noch in Sagunth, der imaginären Stadt, in der die Handlung spielt. Ohne zu viel zu verraten, sei gesagt, dass der Klappentext nur einen kleinen Teil der Handlung preisgibt, Bachmann fährt hier das ganz große Besteck aus, bringt Nebenschauplätze ins Spiel, arbeitet sich gekonnt an dem Mythos Traum und Sandmann ab und allesfindet sich zu einem großen Showdown wieder. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen, gleichwohl liegt da auch meine Kritik begründet. Und dazu möchte ich voranstellen, dass ich diese als Geschmackssache verstanden wissen will. Für mich bleiben dadurch die Figuren zu oberflächlich. derer sind des der Sandmann, Onkel Albertus, Peter, Kostas (zähle ich auch noch dazu), Achim, Professor Felten, Anna Siel, Kommissar Marrak (haha!) und Kommissar Schäfer. Sie treiben zwar die Handlung voran, aber sie hätten in meinen Augen mehr Tiefe und damit Logik in ihrem Handeln vertragen können.
Insgesamt ein sehr lohnenswerter Roman. Und nach Despina Jones bewundere ich ein weiteres Mal Bachmanns Ideenreichtum!