Neue Reihe UNTOTE KLASSIKER

  • Bei der Geschichte mit dem Stilett hast Du recht! :)


    Wie ich zwischenzeitlich herausgefunden habe, wurde die Geschichte 2015 unter dem Titel "Das ewige Stilett" auch schon (leicht gekürzt) in der Nummer 21 des Arcana-Magazins von Robert N. Bloch und Gerhard Lindenstruth auf Deutsch veröffentlicht. Es ist durchaus interessant, auch die beiden Übersetzungen zu vergleichen.


    Morrow hat übrigens mehrere Geschichten geschrieben, in denen die Figur des Dr. Entrefort vorkommt - die würde ich sehr gerne in einem zweiten Morrow-Band (mit stärkerem phantastischen Einschlag) bringen.

    Ja, die beiden Übersetzungen sind sehr unterschiedlich. Ohne jetzt die Originale zu kennen gefallen mir deine Übersetzungen sehr gut und man findet wenig Fehler. Einmal waren zwei Wörter zusammen geschrieben, ansonsten liest sich das außerordentlich gut.

    Respekt!

  • Ja, die beiden Übersetzungen sind sehr unterschiedlich. Ohne jetzt die Originale zu kennen gefallen mir deine Übersetzungen sehr gut und man findet wenig Fehler. Einmal waren zwei Wörter zusammen geschrieben, ansonsten liest sich das außerordentlich gut.

    Respekt!


    Hallo Michael,


    vielen Dank, das freut mich sehr.


    Es ist aus meiner Sicht tatsächlich so, dass die Übersetzung bei fremdsprachigen Texten ganz entscheidend ist.

    Im Fall der Stilett-Geschichte ist auch die Übersetzung in der Arcadia-Ausgabe ok, aber insbesondere bei den zwei früheren Versionen der "Monstermacher"-Story (u.a. in einer Vampir-Horror-TB-Ausgabe und einer Frankenstein-Anthologie) beginnt man beim Textvergleich wirklich ernsthaft zu schaudern (und das nicht wegen des Inhalts =O ...). Da werden ganze Absätze gekürzt, Phrasen schlicht und einfach falsch und in manchen Fällen sogar sinnentstellend übersetzt, und Passagen "sehr frei" wiedergegeben.


    Mir kam es bei Übersetzungen darauf an, die Texte inhaltlich möglichst originalgetrau und eben nicht frei zu übersetzen, wie es leider auch manchmal geschieht - so etwas kann einem Autor bzw. einem Buch im wahrsten Sinn des Wortes die "eigene Stimme" rauben. Ich denke, in einer Übersetzung muss auch immer die ursprüngliche "Tonality" des Autors mitschwingen.

    Morrow hat für mich eine solche ganz eigene Ausdrucksweise und seinen speziellen Stil, und es wäre schade, wenn dieser nicht auch im Deutschen eine adäquate Entsprechung finden würde.


    Liebe Grüße,

    JP

  • Ich hatte mal zwei verschiedene Übersetzungen von Omnivore (Piers Anthony), da sieht man schön, was Verlagsvorgaben teilweise anrichten können. Aber wenn die Geschichte gut ist, fällt das nur bedingt ins Gewicht, gerade wenn es nur kleinere Sachen sind.

    Bei den Blackwood Übersetzungen in Zwielicht achtet Achim (der Übersetzer) auch darauf, das möglichst originalgetreu zu übersetzen. Da wurden die Übersetzungen aber auch für kritisiert, manchen ist wohl die auf alt getrimmte Übersetzung aus dem Suhrkamp Verlag lieber.[shnt]

  • Bei den Blackwood Übersetzungen in Zwielicht achtet Achim (der Übersetzer) auch darauf, das möglichst originalgetreu zu übersetzen.

    Wie stehen eigentlich die Chancen für einen zweiten Blackwood-Band, Mammut? Ich hab "Aileen" sehr gemocht.

  • So die ersten 2 Geschichten und Vorwort gelesen, welches sehr informativ ist. Also die Sprache herrlich blumig,

    dennoch nicht ermüdend. Mir gefielen beide Stories sehr gut, sie sind eher noch nah zu Poe, von einem Vergleich mit

    Pierce lasse ich ab, da ja Morrow zuerst seine Stories schrieb. Es sind wohl wirklich "Conte Cruels", wie man sie in moderner

    Form auch von Robert Bloch kennt. Die zweite Geschichte atmet auch den Geist des Südens, gefiel mir sehr gut.

  • Der kommt auf jeden Fall. Das kann aber leider noch dauern.

    Hallo,


    da freue ich mich auch schon drauf!

    Kann auch nur bestätigen, dass mir die Aileen-Ausgabe sehr gut gefallen hat, und ich mit den alten Suhrkamp-Übersetzungen von Blackwood eher ein bisschen Probleme habe ...

  • So die ersten 2 Geschichten und Vorwort gelesen, welches sehr informativ ist. Also die Sprache herrlich blumig,

    dennoch nicht ermüdend. Mir gefielen beide Stories sehr gut, sie sind eher noch nah zu Poe, von einem Vergleich mit

    Pierce lasse ich ab, da ja Morrow zuerst seine Stories schrieb. Es sind wohl wirklich "Conte Cruels", wie man sie in moderner

    Form auch von Robert Bloch kennt. Die zweite Geschichte atmet auch den Geist des Südens, gefiel mir sehr gut.

    Hallo,


    das freut mich sehr. Zum Thema "Contes Cruels" gibt es sicher bei unserem nächsten Band (Maurice Level) noch einiges mehr zu sagen.

    Den Vergleich von Morrow mit Robert Bloch finde ich auch passend.

    Wir planen ja auch einen zweiten Morrow-Band (Schwerpunkt die Geschichten aus der Joshi-Ausgabe, die nicht in "Der Affe, der Idiot und andere Leute" enthalten sind, und in denen ein deutlich stärkerer phantastischer Fokus gegeben ist ...


    Lg,

    JP

  • PS - zur Info:


    Ab sofort ist "Der Affe, der Idiot und andere Leute" von W.C. Morrow rechtzeitig vor der sommerlichen Urlaubszeit auch als E-Book in allen großen Stores erhältlich ...

    Holt euch die gebundene Ausgabe, das lohnt. Ich habe gerade die Geschichte über den aufrechten Kerkerinsassen gelesen, da leidet man richtig mit dem Kerl, der bis zuletzt aufrecht bleibt.

    Berührend:thumbup: