Jörg Kleudgen - DER BUND DER SIEBEN MAGIER


  • NEU - LIMITIERT AUF 50 EXEMPLARE:


    DER BUND DER SIEBEN MAGIER von Jörg Kleudgen, acht Hefte in einer stabilen Pappschachtel


    Über das Jahr 2024 hinweg entstanden die Geschichten rund um den Bund der sieben Magier. Die ältesten Wurzeln dieser Sammlung reichen zurück in das Jahr 2022, als ich mit Uwe Voehl die Künstlernekropole in Kassel besuchte, und sich bald darauf die ersten Fragmente der Erzählungen um Magnus Mortensen und Harvey Stanton sowie die Idee zu Ulan Wolski herausbildeten. Die Geschichten um fiktive Magier mit verschiedenen Begabungen entstanden aus der bloßen Freude am Erzählen, und ich hatte das Gefühl, dass jede von ihnen genügend Potenzial für einen guten Roman hätte. Ich ließ sowohl meine Recherchen zum jeweiligen Kulturkreis einfließen, wie auch eigene Erfahrungen. So entstand etwa die kurze Erzählung um Li Fan Do zu großen Teilen in einem Frankfurter Asia-Imbiss, der mir zeitweise zur Zuflucht wurde, während Rufus Schwarz am Schauplatz der Handlung in Kassel das Licht der Welt erblickte. Die Geschichte um M’Baoe stellte ich erst im dritten Anlauf fertig, nachdem die zuerst in Finnland und dann in Japan (als Fortsetzung von „Die Klinge von Umao Mo“ mit Ross Sanders) angesiedelten Fassungen gescheitert waren.
    Die Geschichten haben mich nun ein Jahr lang begleitet und sind ein Teil von mir geworden. Es fällt mir nicht leicht, sie loszulassen, aber ich finde, es haben auch andere Menschen ein Recht darauf, sich an ihnen zu erfreuen.


    Erhältlich ist die Sammlung zum Preis von 20 € + 2,75 € Versandkosten bei: joerg@the-house-of-usher.de


    Alle Besteller erhalten kostenlos das Heft „Wenn ich fort bin“, das sich in die Serie der Weihnachtseditionen vergangener Jahre einreiht.



    Quelle: https://www.facebook.com/photo…2&set=pcb.879563897719475

  • Vielen Dank für den Hinweis, Shadowman (und das FB-Taggen). Obwohl ich sonst alle möglichen Updates im Feed habe, kam gerade dies nicht. Hab es versucht und hoffe, ein Exemplar zu bekommen. Nicht zuletzt wegen des "Fliegenden Holländers" und der Geschichte, die eigentlich in Finnland spielen sollte, es es wohl nun doch nicht tut. Spannend, spannend. <3

  • Ich habe mal mit VIII. angefangen, "Maurice Renard", allerdings am Ende gesehen, dass dieser Band alle Figuren der anderen sieben zusammenführt und ihre jeweiligen Geschichten abschließt. Das ist toll gemacht, der perfekte Abschied vom Zirkel, mehr kann man ohne spoilern nicht sagen.


    Maurice Renard ist wegen einer Notiz, die er im Nachlass seines verunfallten Großvaters gefunden hat, auf dem Weg zum letzten Wohnsitz eines Magiers, der zur Nazizeit große Autritte hatte (ich dachte kurz an Otto Rahns Mystizismus, das passt aber doch nicht), dessen Spur sich aber - nach sowjetischer Kriegsgefangenschaft - verlor. Renard ist dabei mehr interessiert, etwas über seinen Großvater herauszufinden. In der unheimlichen Villa lebt ein passend unheimlicher alter Mann, in dessen Garten befindet sich eine Art Mausoleum in Form eines Oktagons.


    Das ist alles extrem charmant erzählt, und angesichts der Prämisse "Wenn man eine Pistole erwähnt, muss diese im Laufe der Geschichte auch irgendwann abgefeuert werden", legt Jörg eine deutliche Spur, bedient die Erwartungen auch stilgerecht und es gibt selbstverständlich auch einen schönen Twist.


    Postmodern Neo-Gothic at its best, hat mir super gut gefallen. Ich freue mich schon sehr auf die anderen Bände.


    Hat jemand von euch schon rein- oder die Serie durchgelesen?


  • Diese Kurzform passt mir grad super gut, eine Hälfte nachts im Bett, die andere (bei Spätschicht/frei) morgens beim Frühstück. Versüßt mir wirklich den Tag, jeweils.


    Band I - "Rufus Schwarz"


    Etwas kürzer als VIII. aber spannend, auch in einem anderen, etwas nüchternen Tonfall erzählt, der super in die Zeit passt. Hatte insgesamt ein super authentisches Gefühl, auch gerade weil besonders dramatisches Zeitgeschehen (Krieg, Gefangenschaft, Alltag im Faschismus) impliziert, aber nicht auserzählt wird. Diese Stellen kann ich sehr gut selbst füllen und mich darauf konzentrieren, wie der Prota das alles sieht und handhabt. Das ist sehr elegant gelöst. (Und nein, der Prota ist wirklich absolut kein Otto Rahn.)


    Bis auf die letzte Seite chronologisch erzählt (mit eben den Zeitsprüngen), nur ganz am Ende kommt eine längere Kindheitserinnerung, die imA ein im Horror zu häufig verwendetes Thema behandelt - ich denke v.a. an King, aber unzählige andere gestalten es auch so - und die für mich polttechnisch sowie von der Info/Charakterisierung her keinen Mehrwert hat.

    Ich bin aber sicher, dass dieser Kunstgriff allgemein sehr beliebt ist.


    Jedenfalls ein sehr spannender Einstieg in den Magierzirkel, und dass ich VIII. zuerst las, ergibt nun vom Gefühl her einen tollen Rundschluss.

    Schön gemacht auch, dass Schwarz hier nicht als Bösewicht gezeichnet wird, sondern als komplexe Figur, die mir durchaus sympathisch ist.


    Freue mich schon außerordentlich auf den nächsten Band.