Lesezirkel T. Kingfisher - Was die Toten bewegt (Cross Cult)

  • Eine packende und atmosphärische Neuerzählung von Edgar Allan Poes Klassiker „Der Untergang des Hauses Usher“. Als Alex Easton, ein Soldat im Ruhestand, die Nachricht erhält, dass seine Jugendfreundin Madeline Usher im Sterben liegt, eilt Alex augenblicklich zum Stammsitz der Ushers in der abgelegenen Landschaft Ruritaniens. Was Alex dort vorfindet, ist ein Albtraum aus Pilzwucherungen und besessenen Tieren, die einen dunklen, pulsierenden See umgeben. Madeline schlafwandelt und spricht nachts mit seltsamen Stimmen, und ihr Bruder Roderick wird von einer mysteriösen Nervenkrankheit heimgesucht. Mit Hilfe eines gefürchteten britischen Mykologen und eines verblüfften amerikanischen Arztes muss Alex das Geheimnis des Hauses Usher lüften, bevor es sie alle verschlingt.,


    https://amzn.to/45P18gB


    Lesen wir ab 10. Juli.

  • Mammut

    Hat den Titel des Themas von „T. Kingfisher - Was die Toten bewegt (Cross Cult) - Lesezirkel Juli“ zu „Lesezirkel T. Kingfisher - Was die Toten bewegt (Cross Cult)“ geändert.
  • T. Kingfishers "What Moves the Dead" gewann 2023 den Locus Award in der Kategorie "Best Horror Novel" und war außerdem für den Hugo Award als "Best Novella" nominiert.


    Da es sich um eine Neuerzählung von Edgar Allan Poes "Der Untergang des Hauses Usher" handeln soll, wollte ich zur Auffrischung die Original-Story erst nochmal lesen - habe aber festgestellt, dass sie mir gar nicht (mehr?) vorliegt. Stattdessen habe ich dann schnell das dazugehörige Hörspiel aus der "Gruselkabinett"-Reihe gehört. Immerhin.

    So halbwegs vorbereitet habe ich nun also schon mal einen ersten Blick ins Buch gewagt.


    Kapitel 1

    Es ist insofern offenbar nah am Original, dass die Figuren Roderick und Madeline Usher schon mal genauso heißen. Der Ich-Erzähler allerdings blieb bei Poe namenlos, wenn ich mich richtig erinnere - hier aber nicht.

    Wie dem auch sei, im ersten Kapitel wird die Ankunft des Protagonisten am Usher-Wohnsitz geschildert, wohin er durch Madelines Brief gerufen wurde. Kurz vor seinem Eintreffen begegnet er einer älteren Dame und es entspinnt sich ein kurzes Gespräch.

    Insgesamt wird auf diesen ersten Seiten durch die Beschreibung der düsteren Landschaft, der seltsamen Vegetation und des verfallenen Usher-Anwesens schon mal kräftig Atmosphäre aufgebaut. Gefällt mir.

  • Ich kenne die Vorlage nur dem Namen nach. Somit ist die Geschichte für mich neu. ES spielt in der Vergangenheit und wenn ich es richtig verstanden habe in England.

    Die Atmosphäre kommt gut rüber, aber das Kap1 hat mich noch nicht richtig gepackt.

    Mal sehen wie es weiter geht.

  • Die Geschichte müsste doch gemeinfrei sein, oder? Genau.

    Links zum Lesen finden sich im Wikipedia Artikel


    Ich habe das Buch jetzt vorliegen. Wer liest alles mit?

    Ich bin dabei. Das Buch muss aber noch bei mir ankommen.

  • Ich habe mir das Original jetzt nochmal vorlesen lassen (auf YT verfügbar).

    Ist aber bestimmt auch kein Nachteil, es nicht vorher zu kennen.

    Ich glaube, ich kenne es nicht. Bin mir aber nicht ganz sicher. Ich will es aber definitiv vorher nicht lesen.


    EIn Thema der vorliegenden Geschichte ist die Gleichberechtigung und auch die Identität. Vor allem an der Gallazischen Eidsoldaten, aber auch an der Pilzkennerin. Und der Ich Perspektive natürlich.

  • Ich bin durch. Im Anhang, dem Nachwort der Autorin, wird der Mexikanische Fluch empfohlen, gerade wegen der Pilze, die in vorliegender Geschichte einen breiten Raum einnehmen.

    Nachdem es zwischendurch recht zäh war, ist das Finale großartig und die Idee gefällt mir sehr gut. Toller Roman.

  • Apropos Sprache: mir gefällt der leicht humorvolle UntUnterton.

    Ich habe jetzt auch etwa 1/4 durch. Der stellenweise ganz laxe Ton in den Unterhaltungen gefällt mir auch.

    Die Geschichte ist eben weiter aufgezogen als Poes HAUS USHER. Bisher liegt der Fokus sehr auf der Hauptfigur. Die Geschwister Usher kommen bis jetzt nur sehr kurz.

    Ich habe auch schon ins Nachwort reingelegt, wo DER MEXIKANISCHE FLUCH mehrmals sehr empfohlen wird. Ich fand den Roman ja nicht so super und frage mich, ob sich Fr. Kingfisher nicht einen Bärendienst damit erweist. Zumal sie selbst on meinem Verständnis die Frage stellt, ob es danach noch WAS DIE TOTEN BEWEGT gebraucht hätte. Eine Frage, die ich mir bis jetzt auch stelle.

  • Mir fällt auch die modern klingende Sprache auf. Der Roman spielt im Jahr 1890, da kommen mir Formulierungen wie "Da sind wir schon zwei" oder "Heimelig ist anders" irgendwie etwas unpassend vor, denn das hört sich doch eher nach 2000er-Alltagssprache an. Das könnte natürlich an der Übersetzung liegen; kann ich nicht beurteilen.

    Es ist nicht wirklich schlimm, schmälert aber für meinen Geschmack ein bisschen die viktorianische Atmosphäre.


    Ansonsten ist mir noch eine kleine Beatrix-Potter-Anspielung aufgefallen, die ich ganz witzig fand - ob sie wohl noch eine Rolle spielt? Vermutlich nicht.


    Ich bin mittlerweile etwa in der Mitte angelangt und teile Mammuts bis dahin geäußerten Eindruck: es liest sich gut und unterhaltsam, aber der ganz große Knüller ist es bis jetzt noch nicht.