Sehenswerte Kunstausstellungen

  • Möglichkeiten einer Insel. Denken in Bildern von Gerstenberg bis Scharf
    Sammlung Scharf-Gerstenberg (Berlin)
    19.12.2025 - 03.05.2026

    Die Ausstellung bietet einen ganzen Archipel möglicher Themen-Inseln. In 12 Kapiteln geht es um Möglichkeiten, den Bedrohungen und Zumutungen des Alltags mit den Mitteln der Kunst zu begegnen: durch einen Rückzug in die Idylle, ins Private oder in eine andere Zeit, durch Zusammenstellungen eigener Bilderwelten, durch gespinsthafte Systeme, Flucht in Fantastik oder einen ironischen Umgang mit dem, was wir am meisten fürchten - den Tod.

    Gezeigt werden rund 150 Gemälde und Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen oder Objekte von berühmten Künstlern wie Alfred Sisley, Auguste Renoir, Egon Schiele, Max Beckmann und Hannah Höch, aber auch von bisweilen weniger bekannten Schöpfern der fantastischen Kunst wie Alfred Kubin, Léon Spilliaert oder Unica Zürn.

    Ausstellung:
    https://kurzlinks.de/fvft

  • The Empire of Sleep
    Musée Marmottan Monet (Paris)
    bis 01.03.2026

    Die Ausstellung untersucht die symbolischen und allegorischen Bedeutungen des Schlafes, seine Bedeutung in weltlichen und sakralen Darstellungen sowie den Einfluss wissenschaftlicher, philosophischer und psychoanalytischer Forschungen zum Thema Schlaf auf die Kunst. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem 19. und 20. Jahrhundert, als sich die Vorstellungen vom Schlaf grundlegend wandelten. Ein Korpus von Kunstwerken aus den Jahren 1800 bis 1920 wird zusammen mit bedeutenden Werken aus der Antike, dem Mittelalter sowie der Moderne und Gegenwart gezeigt, um bestimmte wichtige, immer wiederkehrende Themen hervorzuheben: den Schlaf der Unschuldigen, Träume in Bibelgeschichten, die Ambivalenz des Begriffs "Schlaf", der sowohl für die tägliche Ruhe als auch für die ewige Ruhe steht, den Eros der schlafenden Figur sowie Träume und Albträume.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/yjna

  • Knut Müller. andernorts
    Galerie Koenitz (Leipzig)
    bis 04.12.2025

    Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl an Arbeiten der letzten Jahre, in denen Müller seine charakteristischen Landschaftsarchitekturen weiterentwickelt hat. Surreal, märchenhaft, mitunter chaotisch erscheinen die Landschaften Knut Müllers auf den ersten Blick. Doch wer den Blick verweilen lässt und den verschlungenen Wegen folgt, entdeckt bald die innere Logik und Ordnung, die seine Werke durchzieht. Mathematisch-rhythmische Strukturen, musikalisch anmutende Wiederholungen und ein sensibles Gespür für Balance verleihen seinen Bildwelten Geschlossenheit. Werke wie "Aqua Claudia und Thomas Grab" lassen Assoziationen an historische Architekturen und imaginäre Städte entstehen - Orte, die zugleich entrückt und vertraut wirken.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/huz0

  • Kunstmuseum Basel


    GEISTER


    Eine Reise nach Basel zur Ausstellung “Geister” im Kunstmuseum lohnt sich auf jeden Fall. Über 900 Exponate der Phantastik mit Ausstellungsstücken bildender und gestaltender Kunst, Geisterfotografien, Props von spiritistischen Medien des 19. Jahrhunderts, Zeugnisse von Poltergeistereignissen und verfluchte Artefakte.


    Ich bin absolut begeistert, wie vielfältig und medienübergreifend diese Ausstellung ist. Kunst, Architektur, Licht, Ton, Haptik, Video, Temperatur, Atmosphäre, alles stimmt. Unheimliche Töne und optische Abgründe erzeugen ein Grundthema der subtilen Angst, die einen durch die Räume begleitet. Mehr eine Sitzung mit Madame Blavatzky als eine Laufgeisterbahn.


    Wer gerne eine Begleitung für die Ausstellung hätte, gerne melden. Ich habe den Museumspass und gehöre vielerorts zum Inventar. 😉


    Mehr Details in den Bildern.


    Kunstmuseum Basel


    Der Eintritt 30 EUR für Vollzahler.

    Meldet euch, wenn ihr geht und gerne Begleitung hättet! (Ich habe den Museumspass)


    IMG_8763.jpgIMG_8745.jpg


    IMG_8746.jpgIMG_8753.jpgIMG_8752.jpgIMG_8760.jpgIMG_8765.jpgIMG_8768.jpg

  • Danke für den Bericht und die Bilder! Leider zu weit weg, sonst würde ich mir das sehr gern anschauen bzw. es erleben.

    "The amount of weird material I have not read is appalling"


    HPL to CAS, 1925

  • Neon - Schatten - Überschall
    Buchladen Neurotitan (Berlin)

    25.10. - 27.11.2025

    Ein Flirren aus Farbe, ein Aufblitzen, ein Knall! Linien jagen durch den Raum, Formen tauchen auf und verschwinden. Geschichten aus dem Hier und Jetzt, aus Vergangenheit und Zukunft berichten von UFO-Landungen, metaphysischen Außerirdischen und anthropomorphen Insekten. Aber auch von verlorenen Orten, menschlichen Beziehungen und absonderlichen Reisen.
    Zwischen Zeichen, Sprechblasen und Rasterpunkten lenkt die Ausstellung den Blick auf urbane Welten, auf Abgründe, Erinnerungsräume und visionäre Szenarien - dorthin, wo Neonlicht auf Schatten trifft und Zeichnung, Comic sowie Illustration ihre ganze erzählerische Kraft entfalten.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/nmxp

  • Francisco de Goya - Etchings #1
    MdbK (Leipzig)
    30.10.2025 - 01.02.2026

    Das grafische Werk des spanischen Künstlers Francisco de Goya wird in der vierten und fünften Folge der Reihe Grafik im Fokus vorgestellt. Goya, als Hofmaler, Porträtist und Akademiedirektor erfolgreich in Madrid, war auch ein passionierter Grafiker. Er sammelte selbst Grafiken, unter anderem von Rembrandt und Giovanni Battista Tiepolo, und arbeitete vor allem zwischen 1797 und 1824 ohne Auftrag und für den freien Markt als Grafiker. Seine vier zum Teil sehr umfangreichen Grafikzyklen "Los Caprichos" (1799), "Los Desastres de la Guerra" (1823), "La Tauromaquia" (1816) und "Los Disparates" (1824) entstanden in dieser intensiven Schaffensphase.


    Im ersten Ausstellungsteil werden "Los Disparates" sowie die Radierungen nach Velázquez präsentiert. Die "Los Desastres de la Guerra", eine Leihgabe der LETTER Stiftung Köln, wird, da die Folge als Buch gebunden ist, in einer Vitrine ausgestellt. Geplant ist, wöchentlich eine neue Seite aufzuschlagen.

    Die Fortsetzung der Sammlungspräsentation Francisco de Goya - Druckgrafik #2 wird vom 26.02.2026 - 07.06.2026 ausgestellt.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/q827

  • Jugendstil und Symbolismus. Georg Lührig: Ein Meister aus Dresden
    Museum Wiesbaden
    22.05.2026 - 17.01.2027

    Georg Lührig (1868—1957) zählt zu jenen Künstlern, die um die Jahrhundertwende Dresdens Kunstszene bestimmten, indem sie die Strömungen des Jugendstils und des Symbolismus in eine ihnen eigene geheimnisvolle und faszinierende Bildsprache fassten. Lührigs Gesamtwerk zeichnet sich durch große gestalterische wie inhaltliche Vielseitigkeit aus. Er experimentierte mit unterschiedlichen Arbeitsmaterialien und Techniken, darunter Kohle, Bleistift, Aquarellfarbe sowie Lithografie.

    Ausstellung:
    https://kurzlinks.de/p6dv

  • Ui, das Jahr endet stark in Bezug auf Ausstellungen, hab ich den Eindruck - jetzt Millionär mit Freizeit sein und eine Tour durch die Museen unternehmen!


    Moonseeker Toll, und danke für die Bilder, das sieht ja alles sensationell aus!


    Hans Brass – Transformationen

    Auch Arkham Insider Axel

    Sorry, schon etwas weiter oben, aber der Künstler hat mich echt stark beeindruckt, ironischerweise v.a. die s/w Bilder im Onlinekatalog, die ja wohl im Original farbig waren.

    Mich hat stärker abstrakte Kunst nie sonderlich interessiert, aber so mit fortschreitenden Jahren finde ich Kubismus, Vortizismus und minimalistischeren Expressionismus ganz extrem spanned - vor allem die monochromere Palette - und sehe da Dinge drin, die mir vorher wirklich komplett durchgerutscht waren.


    Es gibt auf Booklooker einen Katalog, der mit "Frühwerk" betitelt ist, aber wenn ich die Jahreszahlen der Bilder im Onlinekatalog anschaue, scheint mir das eigentlich das Spätwerk zu sein. Gibt es andere Bücher / Bildbände / Hefte, in denen das tatsächliche Frühwerk zu sehen ist?


    Sorcières (1860-1920) : fantasmes, savoirs, liberté
    Musée de Pont-Aven (Pont-Aven, Frankreich)
    bis 26.11.2025

    Lobenswert, lobenswert, in Frankreich war man nach Deutschland und Liechtenschtein ja auch eifrig dabei (was die Opferzahlen betrifft sehr weit oben).


    Dazu ein passender Buchtipp, hatte mir damals wirklich die Augen geöffnet, weil Bilder nach Komposition und Motivkombination untersucht werden, nicht 'einfach nur' inhaltlich bzw. thematisch. Eine kunsthistorische Arbeit, keine medienwissenschaftliche. Super schlau und immer noch hochrelevant, eines der Bücher, die ich vorsichtig durch jeden Umzug trage und die imA nicht bekannt genug sind:

    Ulrike Stelzl: Hexenwelt. Hexendarstellungen in der Kunst um 1900. Fröhlich & Kaufmann 1983. Mit zahlreichen Illustrationen, 134 Seiten. (Hier gäbe es ein Exemplar.)

  • Moonseeker Toll, und danke für die Bilder, das sieht ja alles sensationell aus!

    Nils  Katla Sehr gern geschehen! Ich gönne mir jährlich den Museumspass mit dem ich kostenlos in alle regionalen Museen und Ausstellungen kann, also bin ich meistens mehrmals in allen allen Ausstellungen. Nach 4 Eintritten ist der Pass bereits amortisiert. 🙂

  • Moonseeker Ja, das haben wir auch in Finnland, eine wirklich tolle Sache. Das Verhältnis Preis/Besuche ist bei uns ebenfalls gleich und diese Karte haben auch tatsächlich nahezu alle Leute (Freunde sowie Kollegen), die ich kenne.


    Ein Jahr kommen wir landesweit für ca. € 75,- +/- (je nachdem. ob neue oder billigere Folgekarte) in über 300 Museen, und zwar auch in viele private. Einige Bücher in Museeumsshops sind reduziert damit.

    Klasse, dass es das auch woanders gibt - und genau wie du sagst: Man kann Ausstellungen mehrfach sehen, oder einfach nur für eine nette Stimmung / Ausflug durch ein schönes Museum laufen.

    [Cof]

  • Josef Bolf / Josef Váchal - Future Past
    Museum Kampa (Prag)
    01.11.2025 - 01.02.2026

    Die Ausstellung verbindet zwei herausragende Persönlichkeiten der tschechischen Kunstszene: Josef Bolf (*1971), einen zeitgenössischen Maler und Zeichner, und Josef Váchal (1884 - 1969), einen vielseitigen Künstler aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Obwohl ihre Werke fast ein Jahrhundert auseinanderliegen, verbindet sie eine ähnliche Sensibilität für düstere Visionen, die aus dem menschlichen Unterbewusstsein hervorgehen. Beide teilen eine Faszination für Kosmologie und Tarot-Archetypen, die ein uraltes Verlangen widerspiegeln, verborgene Kräfte zu verstehen.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/gpkc

  • Dreams of the Seen and Unseen
    janinebeangallery (Berlin)
    07.11.2025 - 03.01.2026

    Mit der Ausstellung "Dreams of the Seen and Unseen" präsentiert die janinebeangallery eine Gegenüberstellung der künstlerischen Positionen von Marie Louise Elshout und James Johnston.

    Marie Louise Elshout (geb. 1967) kombiniert in ihren Arbeiten Zeichnung und Malerei, um faszinierende Bildwelten zu schaffen. Zarte Bleistift- und Kohlezeichnungen, überlagert mit transparenten Ölfarben, lassen hybride Figuren entstehen, die zwischen Mensch und Tier oszillieren. Inspiriert von Daguerreotypien aus dem 19. Jahrhundert, versetzt sie ihre Figuren in historische Kulissen, in denen Tradition, Märchen und Aberglaube weiterhin lebendig sind.

    James Johnston (geb. 1966) ist einem internationalen Publikum vor allem als Musiker bekannt als Gründer und Sänger der Band Gallon Drunk sowie durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Nick Cave& The Bad Seeds und PJ Harvey. Seine Arbeiten entstehen oft aus dem Zufall heraus, entwickeln sich zu Szenen mit solitären Figuren, Tieren und Naturdarstellungen, die den menschlichen Zustand widerspiegeln. Humor ist für ihn dabei ebenso ein Zugang wie die mythische Aufladung, die auch von außen erkannt werden kann.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/5ti4

  • oder einfach nur für eine nette Stimmung / Ausflug durch ein schönes Museum laufen.

    [Cof]

    … ja, oder das Museumscafé oder die Buchhandlung des Museums, die einen magisch anzieht…


    Basel hat ganz tolle Museen und da es eine kleine Stadt ist, kennt man sich.

    Nebst dem Kunstmuseum (wo Elena grad das Thema Geister ins Programm genommen hat), der Fondation Beyeler (mit Yayoi Kusama Retrospective, die als nächstes auf dem Plan steht), dem Vitra Design Museum und dem Forum Würth, Fondation Fernet Branca, gibt es noch ganz viele kleinere Kunstmuseen wie z.B. das Comic und Cartoonmuseum wo die Ausstellung zu Thomas Ott war, das Schaulager von Herzog & de Meuron wo Jacques grad Steve McQueen zeigt, oder das Bâloise Kunstforum, das auch Geister als Thema hat. Das Tingeuly Museum hatte eine alte Geisterbahn aufgebaut.


    … und daneben noch 40 weitere Museen!

  • moki - In the Belly of the Beast
    Galerie Feinkunst Krüger (Hamburg)
    bis 22.11.2025

    Seit über zwanzig Jahren ist die Künstlerin moki regelmäßig zu Gast, stets mit ihrem unverwechselbaren Stil. Nun zeigt sie in neue schwarz-weiße Malereien, Skulpturen und Objekte, an denen sie über ein Jahr gearbeitet hat. Der Titel ist mehrdeutig: Manche werden an Jona im Bauch des Wals denken, andere an die gegenwärtige Lage der Menschheit – gefangen im Geflecht aus Klimakrise, kriegerischen Konflikten, Kapitalismus und Wachstumsdogma. Gleichzeitig betritt das Publikum durch den Besuch der Ausstellung selbst die Eingeweide einer geheimnisvollen Bildwelt, die es verschlingt, verdaut und verwandelt.

    Ausstellung: https://kurzlinks.de/4ov1