The Black Maybe, Atilla Veres

  • Diese Sammlung des Ungarn Atilla Veres wurde mit ganz großen Worten vorangepriesen, der Einfluss den es aufs Genre haben soll mit den Debütsammlungen von Thomas Ligotti und Laird Barron, aber auch mit Clive Barker verglichen.

    Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass Bücher, die mit so großen Vorschusslorbeeren kommen, für mich als Leser nur selten halten, was da versprochen wird.

    Trotzdem freue ich mich jetzt schon drauf, mir selbst ein Bild davon zu machen. Und Valancourt Books ist jetzt alles andere als eine schlechte Adresse für gute Bücher. Meine Meinung wird's dann im Anschluss geben, ich mache aber schon einmal den entsprechenden Thread hier auf.


    Zum Inhalt:

    Every so often a new horror writer bursts onto the scene with a book that is so dazzlingly original, so bone-chillingly terrifying, that it instantly alters the landscape of contemporary horror fiction. Hungarian author Attila Veres’ debut collection The Black Maybe is one of those books.

    This volume collects ten of his best tales in English for the first time, ranging from weird fiction like ‘In the Snow, Sleeping’, in which a couple’s vacation to a health spa erodes into a surreal nightmare, to folk horror like ‘Return to the Midnight School’, in which the things that emerge from the soil in one rural farming community are bizarre and horrific, to Lovecraft-inspired tales like ‘Multiplied by Zero’, written as a wry travelogue in which a man sets out on a deadly holiday tour to explore Lovecraftian landscapes. And in the title story ‘The Black Maybe’, which Steve Rasnic Tem calls ‘one of the weirdest tales I’ve read in years’, a girl and her family escape the bustling city to experience farm life, only to discover with unimaginable horror the truth of what is really being harvested there.

    These stories are thrilling, frightening, sometimes blackly humorous, and totally unlike anything you have read before. As Tem writes in the introduction, ‘Given both the range and originality of his dark fiction, Attila Veres’ career is one to watch.’ After reading this book, we have no doubt that readers will agree.


    Zum Buch:

    BOOK DETAILS

    ISBN: 1954321694

    ISBN-13: 978-1954321694

    $34.99 US, 310 pp.

    Case Laminate Hardcover

    Published 2022


    BOOK DETAILS

    ISBN: 1954321708

    ISBN-13: 978-1954321700

    $18.99 US, 310 pp.


    Zum Verlag: https://www.valancourtbooks.com/the-black-maybe.html


    Cover:

  • Diese Sammlung des Ungarn Atilla Veres wurde mit ganz großen Worten vorangepriesen, der Einfluss den es aufs Genre haben soll mit den Debütsammlungen von Thomas Ligotti und Laird Barron, aber auch mit Clive Barker verglichen.

    Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass Bücher, die mit so großen Vorschusslorbeeren kommen, für mich als Leser nur selten halten, was da versprochen wird.

    Mit solchen Zuschreibungen erweist man einem jungen Autor auch einen Bärendienst.

  • Erik R. Andara Das Buch fiel mir schon bei deinem FB-Post ins Auge - super schönes Cover, Tem halte ich auch nicht unbedingt für einen dieser gut bezahlten Berufslober und Ungarn ist alles ja schon mal wirklich super. Tems Vorwort las ich online, auch das verspricht sehr viel. Dann hab ich in die erste Geschichte gelesen und finde nicht unbedingt, dass es - zumindest rein von der Sprache / Stil / Haltung her - nun so originell ist, dass 'es die Landschaft des Genres umgestalten' würde.

    Aber ein typisches Buch, das ich sehr gern mögen würde. Ich bin sehr gespannt, was du sagst!

    Mit solchen Zuschreibungen erweist man einem jungen Autor auch einen Bärendienst.

    Ja, sehe ich auch so. Mag auch sein (hörte ich von jemandem, der zwei sozialrealistische Romane bei Ullstein untergebracht hat), dass der Autor selbst nicht glücklich mit solchen Zuordnungen / Marketing-Vergleichen ist.

  • Zwei Geschichten gelesen -- er ist schon sehr gut. Die zweite hat mich an Joel Lane erinnert, auch wenn Veres Stimme (noch?) nicht so stark ausgeprägt ist. Ich lese sehr interessiert weiter. Dass er das Genre prägt und beeinflusst, sehe ich derzeit noch nicht. Aber großes Potential als Geschichtenerzähler ist bislang zu erkennen.

  • Die zweite hat mich an Joel Lane erinnert, auch wenn Veres Stimme (noch?) nicht so stark ausgeprägt ist.

    Du wirst lachen, an Lane hatte ich auch gleich gedacht. Vielleicht aber mehr fuzzy logic, das Coverdesign ... Das wäre jedenfalls ein zusätzlicher Anreiz, wenn sich das bestätigte (egal, wie ausgereift).


    Was mich beim Anlesen (ca. 5 Seiten der 1. Geschichte) bissl störte: Ich hab eine Allergie gegen offensichtliche Anbindungen Prota/Leser entwickelt. Dazu gehören: Rückblicke (v.a. im Intro) in Kinderzeiten - mein bester Freund trug immer diese Superman-Brotdose ...-, Betonungen von persönlichen Ticks, familiären Dramen, halt diese 'menschlichen Verankerungen', bevor ich etwas Grundlegendes über eine Figur erfahren habe - aus ihren aktuellen Handlungen heraus.


    Bei Veres' erster Geschichte zumindest hatte ich den Eindruck, dass er genau mit diesen Mitteln operiert. Ich mag ihm aber wirklich total Unrecht damit tun. Ich bleibe sehr gespannt.

  • Zwischenmeinung nach zwei Drittel: Er ist schon sehr gut, handwerklich viel Potential und gute Ideen. Wie Katla schreibt würde ihn ein*e erstklassige*r Lektor*in noch weiter bringen. Was ihm allerdings zur angedichteten Größe (noch?!) fehlt ist eine dichte,eigene Atmosphäre. Ich kann allerdings nicht sagen, wieviel davon die Übersetzung wegnimmt.