Jules Verne – Schreibender Abenteurer und Vater der Science-Fiction
Die Romane von Jules Verne sind bis heute weltberühmt – auch, weil der Autor technische Ideen seiner Zeit aufgriff und visionär fortentwickelte.
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Ein unheimlicher Klassiker von Agatha Christie.
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Ah ja, natürlich, man dankt.
Ich habe das "Ave Maria" sogar auf Vinyl als 7", im klassischen grünen Design der Gesammelten Werke. Es kommt zum Einsatz als Winnetou sich auf in die ewigen Jagdgründe macht und noch im letzten Moment zum Christentum konvertiert … Die schöne letzte Strophe:
Es will das Licht des Lebens scheiden;
Nun bricht des Todes Nacht herein.
Die Seele will die Schwingen breiten;
Es muß, es muß gestorben sein.
Madonna, ach, in deine Hände
Leg' ich mein letztes, heißes Fleh’n:
Erbitte mir ein gläubig Ende
Und dann ein selig Aufersteh’n!
Ave, ave Maria!
Video mit Impressionen vom Friedhof in Radebeul:
Nils Interessanter Artikel! Das Lesen grusliger Geschichten sollte gegen die Lethargie und Schockstarre in Angesicht nicht enden wollender Hiobsbotschaften helfen, aber auch nur wenn es auch ein wenig cosy ist und man sich im Sicheren unter der Decke fürchten kann. Die Spannung des Horrors muss sich entladen und entschärfen können und so als Nebeneffekt das durch den realen Stress aufgebaute Adrenalin und Cortisol abbauen.
Horror ist fundamental wichtig im Aufbau der mentalen Resilienz von Kindern, aber auch erwachsenen Menschen. Deshalb waren die Märchen (ob in Europa oder Asien) immer so grauenhaft, um die Menschen auf Krieg, Not, Hunger etc. vorzubereiten.
Finde den Ansatz auch sehr interessant. Er ist zwar ziemlich alt, aber es ist nicht verkehrt, ihn immer mal wieder zu aktualisieren. Wobei mich die rein psychologische Ebene nicht so sehr interessiert (bei aller Wichtigkeit!), sondern eher die Soziale. Dahingehend gibt es eine schöne Studie eines spanischen Literaturwissenschaftlers, die diese Ebene mittels einer soziohistorischen Analyse adressiert. Aber so oder so eine spannende Sache.
Nils Cool, danke! Hab ich mir gleich mal angehört, sehr schön gemacht! Die rumänische Autorin mäandert ein bisschen, mir war nicht immer 100% klar, auf was sie hinauswill. Aber mega sympathisch und interessanter Blick, dass dem Land dieser ganze verwestlichte Mythos aufgedrückt wurde. Und klar, Dracula ist auch nix anderes als eine exercise in xenophobia, das wurde nicht zuletzt bereits bei uns in der Anglistik und neulich wieder im Guardian verhandelt.
Insgesamt hab ich den Eindruck, die Vampirmetapher kommt langsam an einen Punkt, an dem schlichtweg alles damit symbolisiert werden kann, und das ggfs. irgendwann eben diese Stärke, ein so passgenaues Symbol zu sein, verlieren könnte. So wie inzw. die "Heldenreise" im Märchen & Literatur inzw. debunked wurde: Da man letztlich alles darauf runterbrechen kann, wird es nicht mehr als gültige Struktur gesehen.
Sehr gut fand ich beim Hörbeitrag, dass Folkore als etwas begriffen wurde, das sich im ständigen Wandel befindet, lebendig ist, nicht so festgeschrieben wie es seit den 1830ern, der Zeit der Grimms und Lönnroths scheint.
Ein paar kleine Ergänzungen eingeworfen:
Ich war sehr geknickt, dass der rumänische Film Strigoi keine Erwähnung fand. (Faye Jackson, UK 2009). Einfach herrlich, eine perfekte Mischung aus Satire, schwarzem Humor, echt ekligem und teils gruseligem Horror, viel Folklore (auch im Soundtrack) und dazu noch alles aus rumänischer Sicht - aber durch die Augen eines jungen Mannes, der länger im Ausland lebte, so als Anker für uns Westler. (Rumänische Cast, die Englisch sprechen, super). Hat mir irre gut gefallen, auch bei einer Zweitsichtung. Kippt nie ins völlig Alberne, wirklich mit simplen Mitteln toll gemacht.
Eine Art abstrakter Energie- (oder Persönlichkeits-)Vampir wäre Jude Laws Figur in The Wisdom of Crocodiles / Die Weisheit der Krokodile (Po-Chih Leong, UK 1998), der mich damals im Kino echt stark beeindruckt hat. Erfindet eigene spekulative Logiken und Mythen, sehr eigenständig, aber dennoch mit deutlichen Vampir-Bildern. Ich glaube, das Ende fand ich etwas schwach, aber wenn wären das nur 5 Min. am Ende, von denen ich mehr erwartet hätte. Muss ich mal wieder schauen, der Trailer gefällt mir immer noch.
Das Konzept ist sicher nicht (nur) in UK zur genannten Zeit erdacht worden, in Deutschland gab es - wenn ich mich nicht irre, schon um 1250, die 'Nachzehrer'. Es gibt immer wieder Grabfunde auch in DE, wobei die Bestatteten geköpft waren, der Kopf manchmal mit dem Gesicht nach unten gekehrt, der Körper auf dem Rücken u. ä.. Im ganzen slawischen / osteuropäischen Raum gab es bereits in vorchristlicher Zeit den Volkodlak, eine Transformation von Wolfsmensch zu Vampir.
Im Zwielicht Special Wolfsbrut hatte ich dazu geschrieben:
"Der Volkodlak (aus dem Slowenischen für ‚Wolfshaar‘, diese Variante hat sich im internationalen Sprachgebrauch durchgesetzt) ist unter ähnlicher Bezeichnung auch in anderen Ländern Osteuropas bekannt: als Vurdalak in der Ukraine und in [Orcland], Wilkołak in Polen und Varkolak in Bulgarien und Rumänien. Er verwandelt sich ebenso wie der Berserker mithilfe seines Wolfspelzes aus freiem Willen, stellt aber eine Besonderheit dar: Wird er im Kampf durch Feuer oder Metall (eine Waffe) getötet, verwandelt er sich in einen Vampir und führt als Wiedergänger ein zweites, untotes Leben. Auch wenn Vampire im Volksglauben die Formen vieler Tiere – z. B. Fledermäuse – annehmen können, ist der Volkodlak an die Wolfsform gebunden. Die Verbindung des Werwolfes mit dem Vampir wird bekanntermaßen in der Gothic Novel aufgegriffen, hier allerdings nicht mehr wie beim Volkodlak in Personalunion, sondern einer deutlichen Hierarchie: Bram Stoker macht in Dracula den Vampir zum Herrscher über die Wölfe, seine ‚Kinder der Nacht‘. Dieses ahistorische Bild griff auch das Underworld-Franchise auf."
Danke für deine Anmerkungen! Ich muss die Sendung noch hören, werde es aber dann mit mehr Vorwissen tun.
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