• Du weißt nicht zufällig, wo man sich den Score anhören kann und ob er noch offiziell veröffentlicht wird?

    Leider nein - ich hatte heute früh schon gesucht und jetzt noch mal geschaut (auch auf Discogs, Spotify und seiner Homepage) und nirgends ist was zu finden. Es macht die Sache nicht besser, dass es einen Kurzfilm + Soundtrack gleichen Namens gibt und dutzende Alben / Bands, die so heißen.

    Ich war mir sicher, den mal gehört zu haben, was aber daran liegen mag, dass ich den Film zwei oder drei Mal gesehen hatte. Vielleicht haben die das nicht veröffentlicht, weil es mehr ein Score ist? Ich kann ja mal auf FB fragen, vllt. erhalte ich da eine Antwort. Von seinen Alben ist Kluster am ähnlichsten, aber das ist auch wilder, nicht so melancholisch und eben kein Soundtrack. Meh!

  • Leider nein - ich hatte heute früh schon gesucht und jetzt noch mal geschaut (auch auf Discogs, Spotify und seiner Homepage) und nirgends ist was zu finden.

    Ich hab auch nichts gefunden. Manche Soundtracks werden auch leider einfach nie veröffentlicht oder kommen erst Jahre nach dem Film. Mal abwarten.

    Von seinen Alben ist Kluster am ähnlichsten...

    Danke für den Tipp, Katla. Ich werde mal reinhören.

    Inzwischen ist der Soundtrack zum neuen Alex Garland Film "Men" erschienen. Neben Cronenbergs "Crimes of the Future" und Sticklands "Flux Gourmet", einer der Filme auf die ich dieses Jahr besonders gespannt bin.

    Ein Film, der in meiner Liste übrigens fehlt, genau wie "Barzakh" auf der Berlinale gelaufen ist und jetzt auch endlich mal einen deutschen Kinostart gekriegt hat, ist übrigens Dario Argentos "Dark Glasses". Eigentlich traue ich dem Mann ja keinen brauchbaren Film mehr zu, aber die Kritiken sind bisher ja wirklich extrem positiv.

    Argentos Meisterwerk wird aber wahrscheinlich für immer sein kaleidoskopartiger Hexenalptraum "Suspiria" bleiben. Der Soundtrack von Goblin ist auch längst Kult geworden und darf in diesem Thread eigentlich nicht unerwähnt bleiben:



    Für das mMn brillante "Suspiria"-Remake von 2018 hat dann Thom Yorke (Frontmann von Radiohead) die Musik komponiert und damit einen der interessantesten Horror-Scores der letzten Jahre geschaffen:



    Argento spielt auch in "Vortex" von Gaspar Noé mit. Der Splitscreen-Film läuft gerade im Kino und sieht echt interessant aus. Auch wenn ich Noé eigentlich nicht mag.

  • Cheddar Goblin Es mag übrigens auch sein, dass der Score einfach zu kurz ist. Ich bin mir echt nicht sicher, ob mich meine Erinnerung täuscht, meine aber, Barzakh habe auch sehr viele Passagen ohne Musik oder voice over. Da ich Akkordeon so liebe und Kimmos Musik zumindest - v.a. wenn er da keine Stimmgeräusche zu macht - sehr spannend finde, mag es sein, dass sich der Score massiver in meinem Kopf festgesetzt hat, als er von den Minuten her lief. Vllt. wär das von der Spielzeit her einfach nur ne EP geworden, und dann haben die sich dagegen entschieden?

    (Auf Kluster übrigens v.a. schön: "Ulaani".)


    Mariupol finde ich übrigens bissl anstregend. Es sind die selben ruhigen Bilder und persönlichen Eindrücke wie in seinem zweiten Film, aber extreme Nahaufnahmen. Gesichter oft angeschnitten von Mitte Kinn zu Augenbrauen, das ist mir definitiv zu nah an Leuten dran. Der Anfang mit der Tramfahrerin ist aber toll, fast schon surrealistisch. Ich schaue mal auf ARTE weiter, die finnischen UT haben mir nix genützt, weil das so kaleidoskopartig ist, spezielles Vokabular und ich nix aus dem Zusammenhang schliessen konnte (sonst hab ich nicht so Probleme ...).


    Dark Glasses möchte ich auch im Kino sehen, aber Night Visions hat das komischerweise nicht gezeigt und im normalen Programm deutet auch nix drauf hin. Mein Fav von Argento ist eindeutig The Stendhal Syndrome. Der Twist am Ende hat mir null gefallen, das kam mir irgendwie uninspiriert und easy-way-out vor, aber alles davor: Wow.


    Noé mag ich auch nicht. [Ber]

  • Es mag übrigens auch sein, dass der Score einfach zu kurz ist.

    Kann sein. Ich werde mir die Sachen von Kimmo Pohjoinen trotzdem mal anhören. Für experimentelle Musik bin ich eigentlich fast immer zu haben.

    Mein Fav von Argento ist eindeutig The Stendhal Syndrome.

    Den kenne ich gar nicht. Wird auch leider nirgendwo gestreamt. Und die Bu-Ray ist auch ziemlich teuer :(.

    Noé mag ich auch nicht

    [Skl]

  • Da wir ja gerade bei Argento waren. Inzwischen hab ich mir mal den "Dark Glasses"-Soundtrack von Arnaud Rebotini besorgt. Ziemlich gut.

    Gibt auch eher ruhige, atmosphärische Stücke, hier aber mal ein bisschen Industrial-Techno:



    Wir sehen uns dann im Berghain!

  • Cheddar Goblin Oh wow, das ist ja extrem cool, danke!


    Gar nicht als Kontrastprogramm gemeint: Jerry Goldsmiths Soundtrack für 13th Warrior höre ich immer noch sehr gern - volle Kanne Pathos, aber ich finde, das passt wunderbar. Vor allem gibt es imA kaum einen Rhythmus, der dem des Reitens näher kommt. Keine Ahnung, ob das Absicht war.

    Den Film mag ich wirklich, da sehe ich eigentlich nur zwei Schwächen: Das ahistorische Begräbnisritual auf dem brennenden Schiff, wobei auch noch eine Frau geopfert wird (das ist aber weder Crichtons noch McTiernans Schuld, sondern Ibn Fadlans, der Karl May des Orients); und dann finde ich es ziemlich daneben, die ältere Kultur so stark an afrikanischen Look bzw. die Rituale so stark an Voodoo anzulehnen. Ansonsten ist der echt nicht so verkehrt, zudem ist die Story eben extrem innovativ. Den Track mag ich am liebsten:

  • Videospiel-Soundtracks - Aktuelle Empfehlungen:


    Das Thema hatten wir hier ja noch gar nicht.


    Bobby Krlic hat bereits zuvor unter dem Namen The Haxan Cloak absolut großartige Dark Ambient/Drone-Musik geschaffen, inzwischen veröffentlicht er aber nur noch Soundtracks (u.a. zum Film "Midsommer"). Seine bisher beste Arbeit in diesem Bereich ist mMn seine Musik zum Videospiel "Returnal", die stellenweise wie das dritte Haxan Cloak-Album klingt, das wir leider nie bekommen haben:



    Hideo Kojima arbeitete ja gerade an einem neuen "Silent Hill"-Teil, als es zum Zerwürfnis mit Konami kam. Das Projekt wurde daraufhin eingestampft und Kojima veröffentlichte schließlich ein ganz neues Spiel namens "Death Stranding". Das er währenddessen aber immer noch in Horrorstimmung war, merkt man vor allem am Soundtrack von Ludvig Forssell. Kojima hatten diesem zur Inspiration den "It Follows"-Score vorgespielt (den ich hier ja schon mal vorgestellt habe) - Das Ergebnis kann sich hören lassen:



    Petri Alanko und Martin Stig Andersen haben sich für ihren Soundtrack zum Videospiel "Control" hingegen ganz sicher ein bisschen vom "Annihilation"-Score von Ben Salisbury und Geoff Barrow inspirieren lassen. Das passt auch wirklich perfekt, da Jeff Vandermeer immerhin einen großen Einfluss auf die Spieleentwickler hatte.

    (Anderson hat übrigens auch die wirklich hörenswerten Soundtracks zu den grandiosen Spielen "Limbo" und "Inside" komponiert. Wer Ambient mag, kann da auch mal reinhören.)


  • Videospiel-Soundtracks - Aktuelle Empfehlungen:


    Das Thema hatten wir hier ja noch gar nicht.

    Stimmt. Und weil ich aktuell gerade einen Videogame-Soundtrack mit tollem Retrocharme rauf und runter höre, sei er hier erwähnt: "The Ascent" (ist ein Cyberpunk Action-RPG mit einer der beeindruckendsten Welten, aber leider auch vielen Bugs - Spass hats trotzdem gemacht.)


  • Und weil ich aktuell gerade einen Videogame-Soundtrack mit tollem Retrocharme rauf und runter höre, sei er hier erwähnt: "The Ascent"

    Pawel Blaszczak kannte ich noch gar nicht. Danke für den tollen Tipp, HarryW.

    Hab auch mal kurz in seinen "Dying Light"-Soundtrack reingehört. Klingt ebenfalls nicht schlecht.

  • Gestern ist Julee Cruise gestorben. Bekannt wurde sie vor allem durch ihrer Zusammenarbeit mit David Lynch und Angelo Badalamenti. Z.B. für den Soundtrack zur Serie "Twin Peaks".



    R.I.P.