Welche Comics lest ihr gerade?

  • Ich habe mir jetzt endlich Black Hammer Reborn besorgt, nur um zu bemerken, dass im November ein dritter Band bevorsteht -- bin bisher immer von zwei ausgegangen. Da sind offenbar bloß vier Issues in einem Band, und das zu einem ziemlich gesalzenen Preis; das halte ich schon eher für Abzocke. Ärgert mich ähnlich wie damals die aufgeteilten zwei Bände von Heitz' Zwergen, wo ich erst am Schluss erkennen musste, dass das immer noch keine ganze Geschichte ist. Und dann erscheinen heuer wieder zwei Bände von etwas, das früher mal sicherlich als eine Ausgabe veröffentlicht worden wäre. Das hat nichts mit angepassten Preisen zu tun, denn gegen angemessen Preise bei Büchern habe ich gar nix einzuwenden ... Aber dieses künstliche Splitting, um mehr daran zu verdienen ... Naja, ich verliere mich hier etwas.


    Ansonsten bin ich im Sandman Rererereread bei Band fünf und freue mich über dessen Grandezza, die trotz der dreißig Jahre seit der Erstveröffentlichung ungebrochen für mich hält (nur die Zeichnungen sind zum Teil ein bisschen angestaubt, aber ich will nicht mäkeln).


    Aufgrund dessen habe ich mir alle fünf Lucifer-Omnibusse griffbereit gelegt und freue mich auf die Neusichtung.

    Außerdem Supergod von Warren Ellis -- wie das mit Sandman zusammenhängt, fragt mich nicht. Mein Hirn arbeitet manchmal auf mysteriösen Wegen.

  • Da sind offenbar bloß vier Issues in einem Band, und das zu einem ziemlich gesalzenen Preis; das halte ich schon eher für Abzocke.

    Das nur 4 Hefte in einem Band enthalten sind, ist ja leider nicht ungewöhnlich. Den Preis den Dark Horse dafür verlangt ist aber wirklich unverschämt. Da ist es ja sogar billiger sich die einzelnen Issues (à 3,99,-) zu holen, anstatt das Trades (19,99,-) zu kaufen. Total bekloppt. Wenigstens kommt der dritte Band schon in knapp 2 Wochen auf den Markt. Da musst du nicht mehr lange warten.

    Außerdem Supergod von Warren Ellis

    Sicher nicht das beste Werk von Ellis, aber ich hab die Serie als äußerst unterhaltsam in Erinnerung.

    “It is sometimes an appropriate response to reality to go insane.” (Philip K. Dick)

  • Hier mal wieder eine der neuen Ausgaben aus der DIE UNHEIMLICHEN Serie von Carlsen.


    Pickmans Model - H.P Lovecraft

    signiert und remarqued von Ulf K.

    "Ich schreibe so lange, bis der Leser davon überzeugt ist, in der Hand eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein". ... `Stephen King´

  • Von Mäusen und Menschen: Nach dem Roman von John Steinbeck


    Was Rebecca Dautremer aus dem (nicht phantastischen) Klassiker macht, ist einfach nur großartig. Der Stil changiert zwischen aufwändigen Gemälden zu Comicstrips und Werbeanzeigen, mal skizzenhaft, mal bis ins letzte Detail ausgearbeitet, mal naturalistisch, mal abgedreht, mal erstarrt, mal voller Bewegung. Trotzdem passt alles zueinander. Und wenn man ihr glauben darf, hat sie dies alles per Hand auf Papier angefertigt, ohne Einsatz eines Grafikprogramms oder anderer digitaler Unterstützung. Ich bin zutiefst beeindruckt (und nebenbei auch noch bewegt von der Geschichte).

  • Den dritten Wolverine Omnibus. Die frühen Neunziger waren eine gute Zeit für Wolvie. Überlege mir auch die Vorgänger zu holen. Der vierte kommt bald, aber die Comics befinden sich eigentlich zu einem großen Teil als Hefte von Panini in meiner Sammlung.

  • Sophokoles - Antigone

    signiert und remarqued von Olivia Vieweg

    Carlsen - Die Unheimlichen

    "Ich schreibe so lange, bis der Leser davon überzeugt ist, in der Hand eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein". ... `Stephen King´

  • Die frühen Neunziger waren eine gute Zeit für Wolvie.

    Hab ich zwar erst etwas später kennengelernt, aber 1988 erschien Havok & Wolverine: Meltdown von Jon J. Muth und Kent Williams, in vier Bänden. Muths Aquarelle sind eh fantastisch, und entgegen fast allen mir bekannten Wolverine-Comix kommt hier das Dreckige, Haptische, Körperliche sehr gut raus. Kam 2019 wohl zusammengefasst als Paperback raus. Kennst du die schon, Thomas W. ?


    Bei den eher alternativen Darstellungen gibt es noch die (etwas stumpf betitelte) Miniserie X-Force: Sex & Violence, wobei es konfliktbeladen und wenig romantisch um Wolvie und seine Partnerin Domino geht. Hat ziemlichen Cyberpunk/Noir-Touch und ist eine interessante Erzählung, durchaus auch etwas melancholisch.


    Bei beiden Miniserien gefällt mir das Handgemachte, Individuelle. Die meisten X-Men Marvel sind mir zu grell, zu generisch - schade, denn ich mag das Franchise vom Konzept her wirklich.


  • Die Miniserie „Sex and Violence“ sagt mir was, gelesen habe ich aber beide nie.

    In den Neunzigern, bis ein paar Jahre über die Jahrtausendwende hinweg, habe ich X-Men gelesen, aber dann ging es mir da wie dir. Es war einfach zu grell. Nur noch bunte Kostüme, Strahlen, etc. Die alten Hefte wirken da vergleichsweise tatsächlich geerdet. Inzwischen jagt bei den X-Men ein großes Event das nächste, weswegen ich auch keine Lust mehr habe, wieder einzusteigen.

    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich Superhelden zwar immer noch mag, aber weniger lese als früher.

  • "Batman in the fifties". Was waren das noch für Zeiten, in denen man sich fragte, was hinter Batarang X steckt, warum Batman jede Nacht ein anderes, buntes Kostüm trägt, oder was es mit dem Bathund auf sich hat. Aus heutiger Sicht ist das alles ziemlich lächerlich, aber es macht verdammt viel Spaß.

  • The Nobody - Jeff Lemire

    Schöne Variante von -Der Unsichtbare-.

    Das Werk ist von Jeff Lemire gezeichnet und geschrieben. Die Aufmachung des schönen Hardcovers aus dem Panini-Verlag ist ebenfalls gelungen.

  • Chilling Adventures von Archie. Tolle Sammlung von One Shots, mit lauter Kurzgeschichte aus dem Archie Universum. Ich habe Archie und so weiter nie gelesen, kenne nur die Horrorcomics und die Crossover mit Predator und Punisher, aber dennoch macht es sehr viel Spaß. Die Geschichten sind düster, blutig und oft ziemlich schräg. Genau richtig für mich.

  • Keine Phantastik, dennoch fantastisch!


    Berlin - Jason Lutes


    Das opus magnum von Lutes über die (letzten Jahre der) Weimarer Republik. Sehr detailliert, hervorragend recherchiert (ich glaube er hat 20 Jahre daran gearbeitet).

    Stilistisch in s/w gehalten und in ausdrucksstarker ligne claire gezeichnet entführt das, über 600 Seiten starke, Buch in eine Zeit die lange vorüber ist und doch so aktuell wirkt, wie nie. Klare Kaufempfehlung.

  • Eine der besten Lesungen die ich jemals besucht habe war die von Jason Lutes zusammen mit Arne Jysch und Volker Kutscher zum Thema Berlin.

    Vor der Lesung hatte ich keine Ahnung das Jason Lutes 20 Jahre an

    BERLIN gearbeitet hat.


    Hier ein paar Bilder u.a. wie JL mir eine BERLIN Promo Card

    sig+remarqued und sein sig+rem. HOUDINI.

    "Ich schreibe so lange, bis der Leser davon überzeugt ist, in der Hand eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein". ... `Stephen King´