The Witcher (Netflix)

  • Ich würde jetzt nicht Jammern nennen, weil es zu verwirrend war, sondern es als Einschätzung der Inszenierung sehen.


    Was haben wir? Geralt. Der tötet Monster im Auftrag. Allerdings finden das die Leute irgendwie doof. Warum, wird nicht erklärt.

    Dann lernt er eine Frau kennen und einen Zauberer. Der Zauberer will die Frau töten, sieh im Gegenzug ihn. Geralt sagt beiden: Geht mich nichts an. Dann schläft er mit der Frau und bringt sie kurz darauf um.


    Dann gibts da noch Cintra. Wird von irgendwem wegen irgendwas angegriffen. Aber die Enkeltochter der Königin ist für irgendwas wichtig.


    Und dann gibts da noch ein verunstaltetes Mädchen, dass zaubern kann und auf eine Akademie geholt wird. Sie ist zwar nicht gut, wird aber nicht zum Aal.


    Keiner dieser drei Fäden ist irgendwie interessant. Weder ihre Figuren, noch die wenigen Brocken an Hintergrund, die man vorgeworfen bekam. Mir ist nicht mal der unterschied zwischen Zauberei und Hexerei erklärt worden.


    Ach und Elfen gibts auch noch.


    Nach zwei von zehn Folgen erwarte ich einfach mehr. Ganz ohne Jammern, denn zum Jammern ist mir die Serie einfach nicht wichtig genug. :D

  • Naja - eine gute Serie legt nicht direkt in Folge 1 alle Karten auf den Tisch. Siehe Westworld.

    Wie schon gesagt: die Fäden laufen irgendwann zusammen und es folgen auch Erklärungen.

    Die Monster-der-Woche-Folgen sind halt der miesen Vorlage geschuldet. ;)

  • Hab mir die Serie jetzt am Drei-Königs-Tag angeschaut und hat mit gut gefallen. Ok ist kein neues Game of Thrones aber muss ja auch nicht reicht völlig wenns eben "Der Witcher" ist. Die Kritik "zu verwirrend kann ich nicht ganz nachvollziehen, bin ohne Vorkenntnisse jedenfalls gut zurecht gekommen.

    Amüsant fand wie schon im Vorfeld über Henry Cavill lamentiert wurde und siehe da passt anscheinend doch ganz gut.

    Ach ja den "Knödelbarden" fand ich ganz witzig. Freu mich jedenfalls schon auf die zweite Staffel.

  • Bin jetzt auch dran. Das einzige was mich stört (und nicht zu knapp) ist eine furchtbare Überbetonung von allem. Das schmeckt wie eine Süssspeise, die eigentlich gut sein müsste, aber so viel Zucker drin hat, dass mir ein wenig übel wird. Ich brauche daher immer wieder zwei, drei Tage Pause, bevor ich eine neue Episode anschaue.

  • Die Erzählungsbände haben mir richtig gut gefallen, leider fängt die TV-Serie aber nichts davon ein. Das finde ich schade.


    Irgendwie scheint auch der Witcher in seiner filmischen Darstellung mit langem weißen Haar und schwarzem Lederkostüm etwas aus der Zeit gefallen zu sein. Das mag im Computerspiel gut funktionieren, aber im Film hinterlässt es ein wenig den Eindruck, als sei die Serie vor Herr der Ringe und Game of Thrones gedreht worden zu sein.


    Eine durchaus gute Serie, aber kein großer Wurf. Ich warte und hoffe auf Staffel 1. Es gibt ja leider wenig guten Fantasystoff im TV-Serie-Format.

  • Während ihr die Netflix-Produktion schaut, habe ich mich durch die polnische Serie geguckt, und bin ganz angetan, das ist nette Unterhaltung (anders, um das nochmal zu betonen, als der Serienzusammenschnitt, der als Kinofilm herauskam und total dämlich wirkt).


    Meine geschätzen Stadtbibliotheken hatten nun endlich den Band "Sword of Destiny" zur Verfügung, und dazu kann ich nur ein Echo sein auf Roystons Einschätzung:

    So. Hab den 1. Band dann mal abgebrochen. Entweder ist es schlecht übersetzt, oder einfach nur dämlich geschrieben. "Er stieg lautlos wie eine Fledermaus die Treppe hinunter." Ernsthaft? Dazu rumpelige Dialoge. Dafür ist mir die Zeit zu schade.

    Ich werde bei Büchern wirklich selten "getriggert", aber eine Sache, die ich hasse wie die Pest und über die ich auch nicht hinweglesen kann, ist, wenn sich Protas ständig mit Namen ansprechen. Andrew, hast du nicht auch das grauenhafte Monster gesehen? Ja, Oliver, es war entsetzlich! (Kein Zitat :D) Auf den ersten Seiten ist das entschuldbar (wenn auch nicht sehr elegant), wenn der Autor meint, seine Leser könnten sich seine Figuren nicht merken. Aber bei diesem Buch zieht sich das ungebremst bis zum Ende, und das ist einfach so derart unnatürliches Reden, da werde ich so abgelenkt, dass ich kaum auf das eigentlich Gesagte 'höre'.


    Ich sehe es ebenfalls wie Royston, dass die holprigen, banal klingenden Sätze ein Problem auch der englischen Übersetzung sein können (Im Zweifel für den Angeklagten), aber ich fand das - sorry - derart lieblos/platt aufgezogen und ausgeführt, dass ich nach kürzester Zeit im Quickread durchgescannt habe und dann das Buch zurückgegeben habe. Schade. Das zweite Werk, das ich immer noch in Vorbestellung hatte, bestellte ich erstmal ab, weil ich gerade zu viele ungelesene neue Bücher habe, die mir besser gefallen könnten.


    Nichtsdestotrotz ist das Witcher-Universum sehr spannend (obwohl er als Monsterjäger für meine Präferenzen auf der falschen Seite steht), und ich finde den Autoren weiterhin sehr sympathisch. Er hat eine Reihe weniger fantasylastiger fiction geschrieben, die Trilogie Der Narrenturm (Titel auch im Original auf Deutsch), und da gefällt mir vom Blick ins Buch her die Sprache und der Stil ganz wesentlich besser, außerdem ist das Setting spannend (Frühe Neuzeit, Böhmen/Schlesien, Hussitenkriege).

  • Ich hinke offensichtlich mit dem Anschauen der Serie etwas hinterher. Ich bin auch eher nicht so der Binge-Watcher und sehe selten mehr als zwei Folgen hintereinander.;)


    Ich bin mittlerweile mit Folge 6 fertig. Bis jetzt unterhält mich die Serie ziemlich gut, allerdings teile ich die hier bereits öfters beschriebene Ansicht, dass die ersten beiden Folgen die eher schwächeren Folgen bisher sind und einen nicht unbedingt direkt für die Serie anfixen.


    Die Besetzung finde ich bisher sehr gelungen... Cavill stellt den Hexer gut dar, so in etwa hatte ich ihn mir aus den Büchern vorgestellt. Auch die anderen Darsteller gehen in Ordnung, auch Batey als Rittersporn. Wenn der beim Anschauen der Serie gelegentlich nervt: Das macht er in den Büchern auch, der Charakter ist offensichtlich so angelegt.^^


    Generell ist die Serie jetzt nicht so poliert wie etwa Game of Thrones (v. a. in den ersten Staffeln). Das waren die Bücher allerdings auch schon eher nicht, wenn man sie etwa mit amerikanischer Fantasy vergleicht, bereits hier herrschte ein eigener "Charme". Für mich ist der in Ordnung, ich kann aber verstehen, dass den nicht jeder mag. Auch sieht man gelegentlich, dass das Budget hier geringer war.


    Ich zumindest freue mich auf die letzten zwei Folgen.