Niemand kommt hier lebend raus nach Adam Nevill bei Netflix

  • Shadowman Lieben Dank fürs Posten, das las ich kürzlich im Nevill-Newsletter, hatte aber gar keinen Trailer angeclickt.


    Das Buch ist ja bereits sehr filmisch aufgezogen, eignet sich sicher hervorragend. Hier sieht es allerdings so aus, als würde der Horror über Jump Scares laufen, trotz der übezeugenden Hauptdarstellerin sieht das leider etwas generisch / beliebig aus. (Wobei ja auch Nevill im Roman nun nicht grad das Haunted House-Rad neu erfindet, aber der Grusel da funktioniert ja ganz gut rein über die Atmosphäre / das Dräuende da.)


    "Von den Machern von The Ritual" schreckt mich allerdings eher ab. Mal schauen, ob der es bei uns ins Fernsehen schafft, da lief Ritual ja auch.

    [Cof]

  • Hmmm, von den Elementen, die ich im Buch besonders gemocht habe, sehe ich hier leider nicht besonders viel. Vor allem der kurze Blick auf den Vermieter lässt mich befürchten, dass sie diese genialen menschlichen Antagonisten aus dem Buch maßgeblich verändert haben, und zwar nicht zum Guten. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren überzeugen.

  • Erik R. Andara Ja, vor allem sind mir das hier sehr nach ner Menge Geistern aus, und das war im Roman ja eben nicht so ein Massenauftreten (der übliche Trugschluß auch bei Zombiemainstream: Viel hilft viel. *gn*)


    Den Antagonisten fand ich im Buch ja eher überzogen bzw. nervig, allerdings ist aus dem Trailer schwer ersichtlich, ob ich mit deren Variante besser könnte.


    Laufzeit ist mit 85' angegeben, das finde ich durchaus dem Plot angemessen. Wenigstens walzen sie das nicht unnötig aus, allerdings ist ja - siehe Ritual - auch gar nicht gesagt, dass die sich eng ans Buch halten werden. Bei Netflix würde ich das eher nicht erwarten, v.a., wenn es eine britische Vorlage ist. Wird vermarktet als: "Im Stil von Panic Room und The Haunting of Hill House". Letzteres hab ich nicht gesehen, ersteres war vllt. der unnötigste Streifen der Filmgeschichte.

    [Gho]


    Nettes, wenn auch ebenfalls total generisches Poster, übrigens:

  • Adam Neville scheint zu polarisieren wie kaum ein anderer. Ich konnte mit dem Buch "The Ritual" rein gar nichts anfangen. Hab drei mal begonnen und bin nie über die ersten 50 Seiten rausgekommen, während andere das Ding regelrecht verschlungen haben (auch in meinem Bekanntenkreis). Der Film, den viele dann nicht so gut wie den Roman beurteilten, fand ich hingegen wieder ganz OK, wenn auch nicht grossartig.


    Jetzt dieser Trailer, der doch nach seeehhhr generischer Horror-Kost aussieht. Auf das Buch verzichte ich, werde wohl bei Gelegenheit mal in die Verfilmung reingucken, zumal mich das nicht so viel Zeit kostet.

  • HarryW Oh, dann versuchs doch mal mit seinem Last Days (<- mit eigenem Thread). Ein wirklich grandioses Buch, bei dem sich (fast) jede Seite lohnt, vom Ende bissl abgesehen. Sehr gruselig (ich hab ernsthaft überlegt, bei Licht zu schlafen!), und zwar auf toll gschriebene Art, nicht billig / generisch.


    Soweit ich die Threads überblicke, ist es nicht rAutor, der polarisiert. Er schreibt Bücher unterschiedlicher Qualität oder Intensität/Originalität und daher sind die Einschätzungen unterschiedlich. Die Filme sind natürlich eine andere Sache, und das ist weniger seine Schuld (wobei ich Ritual in keiner Form mag).

  • Hmmm, von den Elementen, die ich im Buch besonders gemocht habe, sehe ich hier leider nicht besonders viel. Vor allem der kurze Blick auf den Vermieter lässt mich befürchten, dass sie diese genialen menschlichen Antagonisten aus dem Buch maßgeblich verändert haben, und zwar nicht zum Guten. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren überzeugen.

    So ging's mir auch, als ich den Trailer gesehen habe: Das ganze Setting ist ein komplett anderes. Ich werd' mir den Film wohl antun, aber mir schwant echt Übles.

    "Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist der gleiche wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen."

    - Mark Twain

  • Ich fand den Film okay. Gute Kulisse. Gut geschauspielert.

    Jump Scares sind mir nicht aufgefallen. Als reine Geistergeschichte habe ich den Film auch nicht empfunden, obwohl Geister auftauchten.

    Das Buch habe ich nicht gelesen, trotzdem war die Geschichte bzw. das Verhalten der Personen komplett vorhersehbar und ohne Überraschungen (zumindest im Film), aber das war nebensächlich.

    Gegruselt habe ich mich auch nicht, aber die Atmosphäre hat mich trotzdem gefesselt.

    Ich habe den Film wie den Besuch einer guten Geisterbahn empfunden. Man ahnt, was einen erwartet, aber hat trotzdem seinen Spaß dran und lässt sich von der Kulisse und den Monstern ein wenig unterhalten.