Gustav Renker - Der Herold des Todes



  • An sich leichte Kost, Flair von der Berg ruft und so....


    Das schreibt das Versandantiquariat Hans-Jürgen Lange (von dessen Angebot auch das hier eingefügte Bild stammt):


    "Worin bestand dieses Handeln des Johannes Widmer? Ich bin im Kriege und im Elend Wiens unzählige Male mit ihm an Sterbelagern gestanden und habe mir ungefähr ein Urteil über die Wirkung bilden können, die seine Person auf die Sterbenden ausübte. Die zweifellose Linderung der Todesqualen, die Johannes zur Verfügung stand, dürfte die Folge eines zu gewaltigen Willen angespannten Mitleids gewesen sein, das groß genug war, um Leidenden die Schmerzen durch Suggestion zu nehmen, durch dieselbe Suggestion aber das zu leiden, was eigentlich den Sterbenden aufgebürtet war."


    Dies schreibe ich:


    Dieses Buch handelt von wem neu wie aus alten Sagen, er wurde gezeugt, da lag sein Vater schon im Sterben, die Mutter verstarb dann bei seiner Geburt, um ihn kümmerten sich daraufhin die Grosseltern und später jene, die auf seinem Wege der Ausbildung so sich boten. Er gilt der Sage her - was er aber später erst durch alte Aufzeichnungen erfährt - als einer, der dem Tod seine Leiden nimmt und es ist auch so, jedem Wesen oder Geschöpf, dem er in deren Todesmomenten seine Hand auflegt, die sterben von allen Schmerzen befreit und statt ihnen ist er es, der ihre Schmerzen auf sich nimmt, sie fühlt, sie trägt.


    Er kennt von Jugendtagen ein Mädchen, diese bekam dann bei ihrer Geburt dem Wunsche ihrer Mutter nach den namen Vita, da jedoch alle in der Familie immer den gleichen Vornamen bekommen hatten, so war es auch für sie nicht anders, sie bekam diesen Wunschnamen also als ihren Zweitnamen, sie war aber dennoch das Leben, ja das Leben selbst...und nun ergeht es ihm, der ja auch manch eine als die für ihn richtige ansieht, so, dass immer der Tod sie ihm entreisst, ja noch bevor er über einen Kuss hinauskommen kann, er, der Herold des Todes, er darf selbst nicht lieben, das entnimmt er den Sagen, er glaubt es nicht, wird aber immer wieder eines besseren (und immerfort ja leider nunmal tragischen) belehrt.


    Der erste Weltkrieg kommt und was lädt er sich mit ihm nicht alles an Schmerzen und Leiden auf, dann ist der Krieg vorbei und was sehr viel schlimmeres als das muss er tragen, denn nun trägt er auch die Leiden und Schmerzen aller verhungernden Kinder........


    Das Ende, ja, wo findet er seine Liebe, nun, es mag schon auf der Hand liegen, er, der Herold des Todes findet dann sie, mit der er dann auch zusammen die einzige ihm vergönnte Nacht verbringt, in seiner Jugendfreundin Vita, er trifft sie also schliesslich nach vielen Jahren, komisch, fiktiv, sie hat diese Jahre auf ihn gewartet, kommt mit den Schmerzen und Leiden an und er findet bei ihr dann Ruhe, endlich Ruhe....und sie verbringen ihre erste Nacht in einer Hütte auf den Bergen, wo sie schon in ihrer Jugend manche Nacht zusammen verbrachten, diese Nächte doch immer nur wie jeder so seine Nacht allein verbringt, dort dann endlich, sie werden eins und am Folgetag, es ist noch Morgen und sie wollen einen Bergspaziergang machen, da kommt sich der Tod mit einer Lawine beiden bemächtigen.


    Der Abriss hier ist ungefügt und kann für den Roman keine wirklich echte Inhaltsangabe sein, ein nur so ungefähr dann eben.



    Grüße,


    Utophantastoph

    Das sollte reichen, eigener Text, also nix von jemand anderem, meines.......


    Kalendertag, mit entpersonalisierten ausweisdaten auf die kommandantur und mich als tatsachenreporter ausgegeben, dort sofort einen stift in die hand bekommen, schwungtest, ich halte die hand und ihre fingernagelfarbe ist der farbteufel im faktoriellen detail, das an die wand portraetierte bild ist ein geschasster berichterstatter aus den pulizern, von mir hat er doch die fesche lachmaske,..

  • Hallo, besten Dank. Ich selbst habe mich als an sich nur an Sammlungen von Erzählungen/ Geschichten interessiert sonst nur mit Irrlichter von ihm beschäftigt. Hier mal noch eine damalige Pressestimme zu diesem Werk von Renker, das hier nun durch mich dann eine etwas umfangreichere Vorstellung fand..

    Das sollte reichen, eigener Text, also nix von jemand anderem, meines.......


    Kalendertag, mit entpersonalisierten ausweisdaten auf die kommandantur und mich als tatsachenreporter ausgegeben, dort sofort einen stift in die hand bekommen, schwungtest, ich halte die hand und ihre fingernagelfarbe ist der farbteufel im faktoriellen detail, das an die wand portraetierte bild ist ein geschasster berichterstatter aus den pulizern, von mir hat er doch die fesche lachmaske,..