Musik zum Lesen und Schreiben

  • Ich höre manchmal zum Schreiben (und ganz ganz selten zum Lesen) Musik, Soundgefrickel ohre direkten Horrorbezug. Dennoch sind da m.E. nach Perlen enthalten, die niemandem vorenthalten werden sollten.


    Momentan ist es eine Neuerscheinung von Godspeed You! Black Emperor, die es mir unglaublich angetan hat. Habe ich vor etlichen Jahren rauf und runter gehört uind freue mich umso mehr, dass es sie noch gibt:


  • Vincent Voss Schöne Idee! :* Ich dachte ja schon, wir hätten eine Überschneidung (außer Garmarna :-)), aber dann fiel mir ein, dass die Band, die ich ab & zu höre, God Seed heißt, nicht Godspeed ... *gn* Der Teufel steckt bekanntermaßen im Detail.


    Eigentlich müsste ich jetzt all meine hardcore Akkordeon-Folk Stücke posten, aber so ganz traue ich mich das doch nicht.


    Für ruhige Momente mag ich das (auch beim Recherchieren / Plotten):

    Очелье Сороки / Ochelie Soroki - Руна / Runa (Album Northern Kingdom)



    Musik spielt außer beim Plotten / Planen vor allem beim Abtippen der handgeschriebenen Fassung eine Rolle, und da geht es mir - weil ich gleichzeitig voreditiere - um Rhythmus und einen schönen Drive.


    Das lief bei der letzten Story (Chernobog, Dystopia) in Dauerschleife:

    Ūkanose - Saulės sodai


    Zusammen mit: (eine Band, die zum Glück eine politische Kehrtwende eingelegt hat):

    Nokturnal Mortum - Істина | Verity


    Aber DarkSynth funktioniert auch wunderbar:

    Perturbator feat. Noir Deco - Technoir

  • 1) Sehr geil, Kaltla. Gerade beim Schreiben.

    2) Konnte ich mich auch reingrooven.


    3) und 4) Nicht meine baustelle beim Schreiben, wobei ich beides gut beim Überarbeiten hören kann. Eben weil es, wie du schreibst, den richtigen Rythmus und Drive hat. Danke für die Tipps.

    In Очелье Сороки / Ochelie Soroki werde ich mal tiefer eintauchen.

  • In Очелье Сороки / Ochelie Soroki werde ich mal tiefer eintauchen.

    Oh, klasse, das freut mich. ISTOE ist auch super. Bei allen Alben sind ein paar Songs zwischen, die ich nervig finde, aber insgesamt eine tolle Band.


    Ich schreibe grad ein paar blutige Zwischenszenen zu diesem Soundtrack in Dauerschleife. Eigenartige Entdeckung, ursprünglich nur über das dystopische Coverbild.

    Irgendwie macht Black Metal einen einstelligen Prozentanteil meiner Musik aus, aber dauernd poste was dazu hier, hrhr. Dieses Album gefällt mir wirklich gut, weil es ein ganz eigentümlicher Mix aus BM, Thrash, Death und Folk mit eingestreuten Industrial- und sogar sehr ruhigen Ambient-Anteilen ist. Soweit ich reingehört hab, sind die anderen Alben leider straighter blackmetallig und teils anstrengend (ähnlich wie Mgła).


  • Ich tippe / editiere grad zwei Texte hierzu (auf dem Album gibt es mehrere Gastsängerinnen, die auf dem Photo hier ist nicht Masha). Ich mag den sehr dezenten Drive and Rhythmus super gern. Wenn man sich Drums & Gitarre wegdenkt, ist das ein lupenreines Traditional:

  • Interessant. Ich schätze slawischen Pagan/ Folk Metal sehr (auch wenn man das nicht überall laut sagen sollte, Manche Bands sind etwas ... nun ja.). Das ist Marsha von Arkona, oder? Unglaubliches Energiebündel auf der Bühne. Und Skyforger konnte ich immerhin auch schon zweimal live sehen. Starke Band.

  • Interessante Version! Die Variante von Skyforger gefällt mir auch ziemlich gut. Die haben in dem Stil auch noch einige ähnliche brauchbare Lieder im Repertoire:


  • Ross Sanders Oh wie cool, genau, Masha Arhipova von den russischen Arkona. Hammergrowls und super sympathisch, freut mich außerordentlich, dass du sie kennst. Ich finde ja sehr schade, dass die damals von SoundAge weg sind, Napalm verramscht einfach alle Bands. Diese ältere Liveshow höre ich immer noch rauf und runter, die letzten Alben fand ich - auch von der Stimme her - eher vergessenswert. Aber mich freut, dass es die Band gibt, und die wollen ja auch ihre Rechnungen zahlen.


    Masha hat auch bei Svarga mitgesungen ("Duren"). Hat recht viel Pathos, aber ich finde das auch klasse.


    Ach, ich sage schon, dass ich - mit Ausnahmen wie Ildra oder Cripper - fast ausschließlich slawischen und osteuropäischen (rumänischen v.a.) Metal höre. Einige Bands wie Nokturnal Mortum haben ja inzw. das Licht gesehen, andere wie Drudkh ... naja. Da kann ich die Macher ganz gut von der Musik trennen. Es ist - wie bei Drudkh - auch nicht immer ganz einfach zu sagen, wie slippery die slope in diesen Regionen ist, weil viele heidnische Symbole bzw. Konnotationen von 'linken' worldmusic/Multikulti-, von traditionellen nicht-rechten lokalpatriotischen oder eben tatsächlich Faschos gleichermassen verwendet werden.

    Es gibt aber Dinge, über die ich nicht hinwegsehen kann und will: Tierquälerei (war das Bathory? irgendwas Gekreuzigtes, ich will das nicht googlen und nochmal sehen) oder pathologischen Frauenhass/Homophobie wie bei Mayhem. Glücklicherweise mag ich die Musik von beiden eh nicht.


    Sar-Sargoth Klasse, das ist ja auch ganz wunderbar, danke schön. :* Ich kenne auch die Vorlage in der traditonellen Version, aber weiß nicht mehr, unter welchem Titel/Band ich das suchen müsste (ich hab zu viel davon und vergesse die Namen auch leicht).

    Ich finde es eh klasse, dass unter den slawischen Bands so viele Songs über die Landes- und Sprachgrenzen gecovert werden und es da spannende Kooperationen gibt. Eben wieder gesamtkulturell und gerade nicht nationalistisch auf die politischen Grenzen bezogen.

  • Haha, ja... es gab eine Zeit da war Pagan bzw. Folk Metal noch nicht zum Ballermann des Heavy Metal verkommen. So die Zeit um die ersten beiden Eluveitie-Alben herum. Auch heute gibt es noch gutes Zeug, aber man muss buddeln und bei manch einem Vorschlag von Spotify auch mal skeptisch ein. Aber ich trenne hier auch ganz klar Künstler und Kunst. Zumal man auch begreifen muss das in anderen Landstrichen dieser Welt einfach auch andere Ansichten herrschen.

    Was Marsha betrifft; Auf einem der frühen Wolfzeit Festivals (ja ich weiß, nicht unumstritten. zurecht), waren wir mit unserer Clique in kompletter Gewandung samt bemalten Schilden in der ersten Reihe und haben aus vollster Seele mitgegrölt was bei 2 Promille und beschränkten russisch Kenntnissen Möglich war. Goi, rode goi! und so. Nach dem Konzert kam nicht nur sie zu uns und hat ein paar mit uns gebechert, später kamen Michel, der Sänger von XIV Dark Centuries und Heiko von Menhir dazu... Eine Nacht an die man gerne zurückdenkt.


    Aber zurück zum Thread Thema: Zum schreiben bevorzuge ich eigentlich Dark Ambient (Cryo Chamber und Konsorten), aber es gibt ja Wodan-sei-dank auch guten Ambient der mit Fieldsounds und diversen Sachen gefüttert ist. Ansonsten findet man beim Prophecy Label immer etwas ruhiges, um sich zu konzentrieren.

  • Ross Sanders Hahaha, was für eine wunderbare Geschichte! [Ber]

    Klar, alles Innovative wird irgendwann verramscht, ich wette aber auch meinen Kopf darauf, dass sogar das Tribal Tattoo in neuer Form ein Comeback haben wird. Beim Pagan Metal gibt es so viele kleine Bands und so viele traditionelle Folkbands, die ähnliche Songs haben wie die inzw. kommerziellen, das lässt sich mAn gar nicht in Tendenzen ausdrücken.


    Prophecy - danke für die Erinnerung, da muss ich mal nach mehr als Wöljager schauen. Tolles Label.

  • Katla ja, tolles Label. Bei den bisherigen Prophecy Fest Shows in Balve war ich immer als Helfer. Eine weitere Hand voll großartiger Erinnerungen. Nur muckt mein Körper langsam. Ab 40 sind 13 Std. Stage Security einfach nicht mehr mein Ding.