Dmitry Glukhovsky - Metro 2035

  • Dmitry Glukhovsky – Metro 2035


    Artjom, der Held aus Metro 2033, ist in seine Heimatstation zurückgekehrt und hat geheiratet. Bedingt durch Erlebnisse in der Oberwelt ist ihm eine Rückkehr in ein normales Leben nicht möglich. Er geht regelmäßig an die Oberfläche und hält Ausschau bzw. Aushör nach Signalen von anderen Überlebenden. Dadurch zieht er sich die Feindschaft der Stationsbewohner zu. Als ein Durchreisender berichtet, dass es in einer anderen Station jemand gibt, der externe Funksignale aufgefangen hat, macht sich Artjom auf um mit diesem Mann zu sprechen.


    Nach 100 Seiten bin ich ziemlich gelangweilt und lege das Buch einstweilen zur Seite.

  • Ich muss leider zugeben, dass mich da das Original schon sehr gelangweilt hat, ich das aber noch in einer Phase gelesen habe, in der ich keine Bücher abgebrochen habe. Tausend Seiten Lesemartyrium für mich. Seitdem nehme ich keines aus der Serie mehr in die Hand. Dass meine Erfahrung rein subjektiv ist, weiß ich aber durch die teils euphorischen Reaktionen auf das Buch ...

  • Hmmm, gegenteilige Erfahrung -gerade der dritte Band hatte wieder etwas eine bessere Response bei mir, nachdem der zweite etwas trockener dahergekommen ist und insgesamt hat mir die Serie sehr gut gefallen. Insbesondere die Idee an sich. Sehr gut hat mir auch die Hörbuchversion gefallen und die Comicversion hält ebenfalls was sie mir verspricht. Ich halte die Serie für ein wichtiges Stück SF-Literatur - aber so sind halt die Geschmäcker. Unterschiedlich und undiskutierbar …

  • Susanne

    Hat den Titel des Themas von „Dmitry Glukhovsky - Metro 2025“ zu „Dmitry Glukhovsky - Metro 2035“ geändert.
  • Ich werde den Roman irgendwann in diesem Jahr zu Ende lesen. Was die Lesechallenge angeht habe ich den Ehrgeiz die Bücher komplett zu lesen - auch wenn sie mir nicht gefallen. Und - wer weiß - vielleicht gefällt er mir im weiteren Handlungsverlauf besser.


    Jetzt mache ich erst mal mit der Lesechallenge im Nachbarforum weiter.

  • Der erste Band - den fand ich total faszinierend. Vor allem auch diese unterschiedlichen neuen Kulturen, die sich nicht allzu weit voneinander entwickelt hatten. Der zweite war eher so na ja für mich, der dritte, da kam das Feeling wieder zurück.

  • Spannende Bandbreite an Meinungen zu diesem ganzen Metro-Universum.


    Metro 2033 hat einen festen Platz unter meinen Top 10 der Literatur (nicht mal nur der Phantastik). Das aus mehr Gründen, als es schicklich wäre, hier anzuführen. [skul]


    2034 sehe ich sehr ähnlich wie t.sebesta : Gelangweiltes Dribbeln ohne Spannungsbogen, ohne starke Konflikte oder Referenzen zu Historie und Kultur/Phantastik. Schluffiges Buch und schluffiges Ende. Eigentlich gar kein Ende. Das Buch ist ein eindeutiger Lückenbüßer, wie ein ellenlanger Cliffhanger zu Band 3.

    Nach 100 Seiten bin ich ziemlich gelangweilt und lege das Buch einstweilen zur Seite.

    Ja, das ging mir auch so, auch, wenn ich es weniger schlimm fand als den zweiten Band. Weswegen ich 2035 tatsächlich hasse, ist das Ende. Das macht eigentlich alles kaputt. Da Susanne das ja noch lesen wird, gehe ich nicht in Details. Ich habe dazu übrigens auch schon positive Stimmen gehört.


    Das Thema der "Zone" fasziniert mich schon seit meinem halben Leben, daher ist das Metro-Universum mit all den postapokalyptischen GULAG-/Stalker-Referenzen eigentlich right down my alley. Es gibt ja 100+ Romane dazu aus aller Welt, aber da habe ich noch nix gefunden, was wirklich gut geschrieben wäre.

  • the_seus Hrhr, danke sehr! Ich hab noch nie ein Computerspiel gespielt, aber verfolge tatsächlich die Concept Art der Metro-Games. Teils echt wunderschön, gigeresk, gerade bei Last Light oder Exodus:


    Metro Last Light.jpg


    Metro Exodus.jpg


    Was mich da stört, ist dieses Mensch vs Mutant Geballer, denn in dem ersten Roman ist dies ja der eigentliche Dreh, die Quintessenz: diese Sicht ist das, was die Menschen in den Untergang trieb und zum Genozid an ihrer eigenen Evolution trieb. Vllt. tue ich den Games aber auch Unrecht, ich hab mir ein paar Walk-Throughs angeschaut und das war eben mein Eindruck.


    Es ist auch immer mal von einer TV-Serie die Rede, da sahen Pre-Trailer auch schon toll aus, muss mal schauen, wie weit die da sind.

  • Du tust den Spielen sicher nicht Unrecht. Das ist Mutanten-Geballer, aber in eine stimmige, unheimlich dichte Atmosphäre gebettet. Soweit ich mich erinnere, werden bei den Metro-Titeln auch existenzialistische Fragen hinsichtlich Auslöschung vs. Koexistenz behandelt, aber egal welchen Weg man da beschreitet, er führt über Leichenberge. Virtuelle Friedenskonferenzen wäre aber auch fad LkL

  • Virtuelle Friedenskonferenzen wäre aber auch fad

    Urgh, auf jeden!


    Was mich stört ist nur, dass nicht die Menschen auf die Mütze kriegen. Das ist eigentlich alles. ^^ Im Original-Metro sind ja die Menschen sowohl Protagonisten wie auch - am Ende rausgezoomt - die eigentlichen Antagonisten. Die Rollen verdrehen sich ja, und das sagt etwas Signifikantes zu unserer Spezies in der der Realität bzw. ist so ein toller philosophischer Twist.

    Ich weiß, ist vllt. bissl ungerecht, das alles von einem Ego-Shooter zu verlangen.

  • Thema der "Zone" fasziniert mich schon seit meinem halben Leben, daher ist das Metro-Universum mit all den postapokalyptischen GULAG-/Stalker-Referenzen eigentlich right down my alley. Es gibt ja 100+ Romane dazu aus aller Welt, aber da habe ich noch nix gefunden, was wirklich gut geschrieben wäre.

    Aus dem METRO-UNIVERSE ist die "St. Petersburg-Trilogie" von Andrej Djakow sehr zu empfehlen. Hat mir teilweise sogar besser gefallen als das Original.

    METRO 2033 gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und obwohl Teil 2 und 3 nicht an diesen herankamen, musste ich mir den Komplettband holen.

  • Ob Metro Helsinki bei diesen Namen international vermarktbar wäre? :D


    In Russland sind die S.T.A.L.K.E.R.-Romane ein ziemlich erfolgreiches Franchise. Da gibt es dutzende! Bei uns erschienen damals parallel zu den Spielen eine Trilogie von Bernd Frenz und inhaltlich unabhängig davon mehrere Übersetzungen aus dem Russischen. Ich habe noch nichts davon gelesen, muss erst einmal schauen, welche Bücher ich davon überhaupt habe und wo. Ich werde sie mir dann aber demnächst vornehmen...



    PS: Ich bin mir ziemlich sicher, dass man in Metro auch auf Menschen schießt ;)

  • Aus dem METRO-UNIVERSE ist die "St. Petersburg-Trilogie" von Andrej Djakow sehr zu empfehlen.

    Hallo, RigorMortis,


    vielen Dank, die schaue ich mir mal an. Ich hatte damals einen Pieter-Band gelesen, aber das muss nicht vom selben Autor gewesen sein, ich glaube, die Stadt wurde öfter als Setting genommen. Guter Tipp, wenn wir ansonsten wohl auch denselben Geschmack haben. [Cof]


    Ob Metro Helsinki bei diesen Namen international vermarktbar wäre?

    What's wrong with Itäkeskus? (= Ostzentrum) ^^

    Man könnte natürlich die Idee der Zweiten Metro aufgreifen: das obere System hat die finnischen Namen, das versteckte untere die schwedischen. Damit kehrt man das alte politische Machtverhältnis um, provoziert einen Skandal im finnischen Literaturbetrieb und hat einen Bestseller ... *gn*

    PS: Ich bin mir ziemlich sicher, dass man in Metro auch auf Menschen schießt

    Cool. Ich stelle mir vor, man könnte einen Mutanten spielen: "Guck mal, da kommt wieder einer von denen aus dem Untergrund gekrochen." Bam! (Okay, das wäre natürlich auch acting against character ...)

    Einen Bibliothekar zu spielen, wäre aber auch cool. Bis eine andere Spielfigur da auftaucht, kann man die Zeit mit Lesen verbringen.