• Die Serie passt allein schon deshalb in unsere Sparte, weil sie realen Horror thematisiert. Chernobyl wirkt auch deshalb so stark, weil es reportagehaft erzählt wird. Auch wenn einige Figuren in der Wirklichkeit nicht existiert haben, so dürfte der gezeigte Gesamtablauf sehr nah das tatsächliche Geschehen abbilden.

    ...aber einige schon: Habe gestaunt, der Feuerwehrmann und seine Frau, die ihm nach Moskau ins Krankenhaus folgt, gab es wirklich - kann man in Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft von Swetlana Alexijewitsch nachlesen. In der Serie wurden die Details sogar übernommen (Bestechung der Krankenschwester...). Habe gar nicht aufgepasst, wird die Alexijewitsch im Abspann genannt?

  • Chernobyl ist die beste Serie, die ich in den letzten Jahren gesehen hab und hat mir wirklich eindrucksvoll unschöne Abende beschert. Wenn ich richtig gesehen habe, sind selbst manche der härteren Folgen (und ich empfand die Serie in ihrer realistisch-dokumentarischen Erzählweise stellenweise wirklich sehr hart), mit einer echt niedrigen Altersfreigabe/-empfehlung versehen. Das hat mich sehr überrascht. Ist aber wohl einfach ein historischer Stoff ...

  • Im Schnelldurchgang geguckt. Tatsächlich halte ich Chernobyl für eine der interessantesten und unheimlichsten Serien seit langem. Die politischen Verschleierungsversuche, die furchterregenden Auswirkungen radioaktiver Strahlung, die wissenschaftliche Seite des ganzen Problems, die Ahnungslosigkeit der umliegenden Anwohner ... Für mich ist die Serie in jeder Minute eine Goldgrube an Grauen, Informationen und Drama. Mehr als einmal hatte ich einen dicken Kloss im Hals.