Bentley Little: Die Universität

  • Schon seit längerem bei Voodoo Press angekündigt, soll das Buch im Oktober bei Buchheim als Hardcover erscheinen:


    Zitat

    Diese Universität erteilt den Studenten eine Lektion …

    An der berühmten Universität von Kalifornien hat ein neues Semester begonnen und plötzlich bricht auf dem Campus der pure Wahnsinn aus. Brutale Vergewaltigungen, Folter, Suizid und Morde häufen sich.

    Die beiden Studenten Jim und Faith suchen nach einer Erklärung. Bald entdecken sie etwas wirklich Furchterregendes. Offenbar gibt es eine unheimliche Macht, die den Campus zu eigenständigem Leben erweckt. Und das Übel breitet sich aus ...

  • Für mich der bisher stärkste Little-Roman, da er sich sehr vile Zeit lässt, das Böse und die Figuren zu entwickeln. Es spielt an der Brea-Universität und verschiedenenm Leuten dort, Studenten und Professoren, fallen ungewöhnliche Dinge auf, Diese Dinge treten erst einzeln auf, so dass man ihnen noch Beachtung schenkt, aber in der Folge merken alle, dass sie sich mehr und mehr an Gewaltexzesse gewöhnen, bzw. Verhaltensmuster sogar adaptieren. Es lässt sie zu bösen Menschen werden. Ian, ein Professor mit dem Steckenpferd für Horrorliteratur (sehr schöne Exkurse über uinser Lieblingsthema!) wird dann in seinem Kurs von einem Zuhörer aufgesucht, der ihn davon überzeugen will, dass es etwas Böses an der Uni gibt. Gemeinsam mit dem Chefredakteur der Unizeitung, dessen Freundin und einem Kollegen müssen sie sich dem Wahnsinn entgegenstellen. Tja, und da sind wir bei Littles Spezialität: Dem Wahnsinn. Und das beherrscht er unfassbar gut. Die Universität wird nmach und nach zu einer Hölle aus der man nicht entkommen kann. Vergewaltigung, Rassismus, Lynchmorde, all so etwas spielt Little krass aus, wahrt dabei aber immer eine gehörige Portion Subtilität dabei. Ich denke, das macht ihn so besonders, dass er intelligent furchtbar abartige Dinge schreibt, die nie nur Mittel zum Zweck sind.


    9,25 Dingsbumse, die man sich irgendwie rektal einführen kann.